Ausbau ist nicht in Sicht 

Schwalm-Eder: Freies Internet ist selten im Kreis 

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Hot-Spots für freies Internet: Einige Unternehmen und Kommunen im Kreis bemühen sich darum. 

Homberg. Ein freier Zugang über eine drahtlose Verbindung ins Internet ist im Schwalm-Eder-Kreis nur selten möglich.

An öffentlichen Gebäuden finden sich kaum öffentliche Zugriffspunkte. Ein schneller Ausbau ist für den Kreis nicht in Sicht.

Einige Unternehmen in der Region haben für ihre Kunden ein Drahtlosnetz, auch W-Lan genannt, eingerichtet. Die Kreissparkasse Schwalm-Eder will in den vier Direktionen Melsungen, Homberg, Fritzlar und Ziegenhain jetzt nachziehen. Die Internetnutzung sei dann für eine Stunde kostenfrei möglich, sagt Pressesprecher Marcus Breitschwerdt.

An öffentlichen Einrichtungen und Plätzen gibt es vermehrt einen kostenfreien Zugang in das Internet. In Kassel und Baunatal wurden erst kürzlich Zugriffspunkte zum Einwählen in das Netz installiert. Dort kann mit einem begrenzten Volumen kostenfrei im Internet gesurft werden.

Der Schwalm-Eder-Kreis betreibt an zwei Standorten ein freies W-Lan-Netz. Allerdings nur, um die Arbeit in den Häusern zu erleichtern. So gibt es in der Kreisverwaltung in Homberg ein Netz im Sitzungszimmer des Kreisausschusses. „Es geht vor allem darum, die Sitzungen zu unterstützen“, sagt Kreissprecher Stephan Bürger. 

Am Behördenzentrum wird in Kürze ebenfalls ein W-Lan-Netz eingerichtet. Einen Plan, alle Standorte mit einem flächendeckenden Netz auszustatten, gebe es nicht, fügt Bürger hinzu. Pro Router würden für die Wartung 100 Euro anfallen, die einmalige Anschaffung würde pro Router rund 600 Euro kosten, heißt es aus der Kreisverwaltung.

Für Schulen ermöglicht der Kreis einen drahtlosen Internetzugang. In Zukunft sollen diese Zugriffspunkte ausgebaut werden. Dafür stehen Mittel aus dem Kommunalen Investitionsprogramm zur Verfügung. Die Zugänge in den Schulen sind passwortgeschützt und nicht öffentlich nutzbar.

Freifunk auf dem Vormarsch

Nicht nur Unternehmen bieten kostenfreies Internet an, auch viele Privatpersonen teilen ihr W-Lan-Netz mit Fremden. Über Initiativen wie den Berliner Verein Freie Netzwerke erhalten Interessierte Informationen, wie ein Zugang eingerichtet werden kann.

 Dort werden auch Standorte vom freien W-Lan in Deutschland gesammelt. Durch ein neues Gesetz, das noch in diesem Jahr verabschiedet werden soll, soll es für Privatpersonen leichter werden, so ein Netz anzubieten. Die sogenannte Störerhaftung soll wegfallen. Bisher kann ein Betreiber dafür haftbar gemacht werden, wenn Dritte über das fremde Netz gegen geltendes Recht verstoßen. 

Quelle: HNA

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