Poker um Macht und Ausrichtung

Kommentar zur Kandidatur von Dr. Edgar Franke als SPD-Unterbezirksvorsitzender

Heinz Rohde

Der Poker um die Macht und Ausrichtung der SPD Schwalm-Eder ist voll entfacht. Dazu ein Kommentar von Ressortleiter Heinz Rohde.

Nach außen demonstriert die SPD im Schwalm-Eder-Kreis meist Geschlossenheit, im Inneren gärt es gewaltig. Hier kämpfen seit längerer Zeit zwei Machtmenschen erbittert um die Vorherrschaft: Landrat Frank-Martin Neupärtl und der Landtagsabgeordnete Günter Rudolph. Auch das Verhältnis zwischen dem Landrat und seinem Vize Winfried Becker ist dauerhaft zerrüttet. Ihre Zusammenarbeit beschränkt sich auf rein dienstliche Belange.

Das alles und sicher auch die schwere Erkrankung des Landrats in 2013 haben bei der SPD den Druck steigen lassen. Die offizielle Begründung, dass Frank-Martin Neupärtl sich als einziger Bewerber um den Landratsposten parteipolitisch nun zurückhalten möchte, wirkt vorgeschoben. Veränderungen erscheinen zwingend nötig. Eine klarere politische Ausrichtung, eine personelle Erneuerung sind überfällig. Edgar Franke war klug genug, sich aus den Querelen weitgehend herauszuhalten. Ihm ist nun am ehesten zuzutrauen, dass er die notwendige Neuausrichtung einleiten kann. hro@hna.de

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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