Neues System zur Anleitung bei Reanimierung

Rettung auch per Telefon

Keine Angst bei Erster Hilfe: Von der Leitstelle werden Anrufer künftig telefonisch bei der Reanimierung angeleitet. Wie das geht, zeigte gestern Leitstellen-Mitarbeiter Michael West an einer Puppe. Foto: Rohde

Schwalm-Eder. Eine schnelle Reanimation kann bei medizinischen Notfällen Leben retten. Im Schwalm-Eder-Kreis werden Anrufer jetzt von Mitarbeiter der Leitstelle angeleitet, wie sie einen Menschen wiederbeleben können.

Diese so genannte Telefon-Reanimation stellten Mitarbeiter des Brandschutz- und Rettungsdienstes gestern in Homberg vor. Sie ersetzt nicht den Einsatz von Notarzt und Rettungspersonal, sondern läuft parallel ab und soll die Überlebenschancen der Patienten deutlich erhöhen.

Seit einem halben Jahr wird eine solche telefonische Anleitung erprobt. In etwa 15 Fällen wurde sie bereits angewendet. Unter anderem konnte zwei Kindern geholfen werden. Nicht immer sei es möglich, Menschen durch die Hilfe eines Laien zu retten, aber die Chancen der Patienten, am Leben zu bleiben oder keinen bleibenden Hirnschaden davonzutragen seien deutlich höher, sagte Dr. Hartmut Lotz, der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Schwalm-Eder-Kreis. Statistische könnten im Landkreis pro Jahr bis zu acht Menschen gerettet werden.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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