Listen zur Kommunalwahl 2011 nur für Ortsbeiräte schwierig

Schwalm-Eder: Parteien auf der Suche nach 3000 Kandidaten

Schwalm-Eder. Für die Kommunalwahl im März suchen die Parteien jetzt nach Kandidaten. Bis 20. Januar, 18 Uhr, müssen die Listen stehen. Das hat in den meisten Städten und Gemeinden auch schon geklappt, aber für die Ortsbeiräte noch längst nicht überall.

Vor allem die kleinen Parteien tun sich schwer, Kandidaten für die ehrenamtliche Arbeit zugunsten der kleinen Orte zu begeistern. Etwa 3000 Kandidaten müssen bereit sein für ein politisches Ehrenamt in Kreistag, Kommunalparlamenten oder den Ortsbeiräten der etwa 230 Dörfer. 150 000 Wahlberechtigte gibt es für den Kreistag.

„Für alle Parteien ist es äußerst schwierig, die Listen für die Kommunalwahl zu füllen“, klagte die Stadtverordnetenvorsteherin von Spangenberg, Claudia Schenk. Denn: „Immer weniger Menschen sind bereit, sich politisch zu engagieren.“ Diese Wahrnehmung bestätigten in einer Umfrage in den Parteizentralen im Schwalm-Eder-Kreis auch die Sprecher von SPD, CDU, FDP, Grünen, Linken und FWG. Doch jede einzelne Organisation ist mit dem Ergebnis der eigenen Kandidatensuche zufrieden.

Eine Ausnahme sind Die Linken. Sie würden außer in Borken und Schwalmstadt auch gern fürs Melsunger Stadtparlament antreten. Das wiederum haben die Grünen nach einer Pause in der aktuellen Periode mit gleich 13 Kandidaten als Ziel. Dafür schwächelt die Umweltpartei ebenso wie die FDP in den Dörfern. Dort wiederum sind die Freien Wähler stark, deren Bewerber oft mit denen der SPD und der CDU auf Gemeinschaftslisten kandidieren, wenn denn die beiden Großen nicht sogar eigene Listen aufstellen.

Am einfachsten war für alle Parteien offenbar die Kandidatenkür für den Kreistag. Dort können viele Lokalpolitiker weit über ihre Heimatgemeinde hinaus etwas bewirken, was offenbar ein Anreiz ist.

Quelle: HNA

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