Günstige Kredite und Anstieg der Grunderwerbssteuer

Schwalm-Eder: Preise für Immobilien steigen moderat

Schwalm-Eder. Der Immobilienmarkt im Schwalm-Eder-Kreis ist weiter in Bewegung. Günstige Kredite und ein Anstieg der Grunderwerbssteuer zum Jahreswechsel ließen die Verkaufszahlen zuletzt steigen. Deshalb kletterten auch die Preise. Dennoch:

Wohnungen und Häuser bleiben im Landkreis günstiger als im landesweiten Durchschnitt, wie der Gutachterausschuss für Immobilienwerte Schwalm-Eder erklärte.

„Die Unsicherheit der Finanzmärkte treibt die Leute in das sogenannte Betongold“, erklärt Siegfried Putz, nordhessischer Pressesprecher des Immobilienverbands Deutschland. 2012 wechselten rund 2000 Immobilien im Landkreis den Eigentümer. Das sind knapp 50 mehr als im Vorjahr. Damit folgt die Zahl der Verkäufe in Schwalm-Eder dem landesweit steigenden Trend in schwächerer Form.

Der Gutachterausschuss rechnet für 2012 mit zwei Prozent mehr verkauften Häusern und Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr. Landesweit wird ein Plus von 5,5 Prozent erwartet.

Die anziehende Nachfrage hat Einfluss auf die Immobilienpreise: Die Preise für Eigenheime steigen seit 2008 jährlich im Schnitt um zwei Prozent an. „Das gilt für den Landkreis und das Land gleichermaßen“, bestätigt Günther Kirchhoff vom Gutachterausschuss. Im Schnitt koste ein freistehendes Einfamilienhaus im Landkreis 140 000 Euro.

Die Preise für Eigentumswohnungen seien seit 2008 mit jährlich vier Prozent im Schnitt stärker angestiegen. Kirchhoff: „Hier gibt es keinen Unterschied zum Landestrend.“ Der Quadratmeterpreis für neue Eigentumswohnungen liege im Landkreis bei durchschnittlich 2260 Euro. Ein Quadratmeter Grundstücksfläche zum Wohnungsbau ist für durchschnittlich knapp 60 Euro zu haben.

Kirchhoff erwartet für dieses Jahr weiter steigende Immobilienpreise im Landkreis.

Von Jonathan Vorrath

Quelle: HNA

Kommentare