Schwalmstadt in Zahlen: Schulden pro Kopf liegen bei 1022 Euro

Schwalmstadt. Bis zur Sitzung vor der Sommerpause am 4. Juli haben die Stadtverordneten Schwalmstadts Zeit, sich mit der Eröffnungsbilanz zu befassen. Die legte Bürgermeister Dr. Gerald Näser jetzt vor.

Es handelt sich um „die erstmalige vollständige Darstellung der Vermögenslage der Stadt“, erklärte Näser. Bilanzstichtag ist der 1. Januar 2009.

Die Bilanzsumme beträgt rund 69 Mio. Euro. Diese Posten nannte der Bürgermeister in seiner Einbringungsrede:

• Anlagevermögen: 64, 9 Mio. Euro (größter Anteil der Bilanzsumme auf der Aktivaseite), darin die städtischen Grundstücke (11,4 Mio. Euro), Bauten (11,5 Mio. Euro), Infrastrukturvermögen, zum Beispiel Straßen (16 Mio. Euro).

• Der Trägeranteil der Stadt an der Stadtsparkasse wurde mit dem Betrag von 9,1 Mio. Euro als Sparkassenrechtliche Sonderbeziehungen aktiviert.

• Das Eigenkapital, das sich aus der Netto-Position und den Rücklagen und Sonderrücklagen zusammensetzt, beträgt 18,8 Mio. Euro.

• Die Kreditverbindlichkeiten betragen über 19 Mio. Euro, die Prokopfverschuldung beträgt bei 18630 Einwohnern mithin 1022 Euro. Näser betonte, dass zwischen der Bestandsaufnahme und heute fast vier Jahre vergangen sind: „In diesem Zeitraum haben sich erhebliche Veränderungen ergeben, die nun fortgeschrieben und im Rahmen der Jahresabschlüsse zu beschließen sind.“

Nach den einzelnen Jahresabschlüsse werde sich zeigen, in welcher Höhe tatsächlich Fehlbeträge entstanden sind, die im Ergebnis das Eigenkapital reduzieren. Und auch das unterstrich der Verwaltungschef: „Die Eröffnungsbilanz brachte einen hohen Aufwand mit sich.

In dem Prozess waren etliche Mitarbeiter verschiedener Fachbereiche mit der umfangreichen Vermögensbewertung sowie der Inventur über viele Stunden (auch Überstunden) beschäftigt.“ Das Rechnungsprüfungsamt Schwalm-Eder hatte keine Einwendungen.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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