Schlechter Straßenzustand

Schwarzenberger fürchten um ihre Ortsdurchfahrt 

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Schlechter Zustand: Schwarzenbergs Ortsvorteher Timo Riedemann zeigt die Risse und Löcher auf der Ortsdurchfahrt. 

Melsungen. Die Schwarzenberger fordern für ihre Ortsdurchfahrt ebenfalls eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30. Auch die Röhrenfurther  wollen eine Entschärfung.

Der Stadtteil wird während der Bauphase der Ortsdurchfahrt Melsungen stärker mit Verkehr belastet werden. „Die Ortsdurchfahrt in Schwarzenberg ist in einem so katastrophalen Zustand, dass die Schwarzenberger der Auffassung sind, dass die Kreisstraße eine Umleitung der B 83 nicht überlebt und restlos in Schutt und Asche gelegt wird“, befürchtet Timo Riedemann, Ortsvorsteher.

In mehreren Ortsbeiratsprotokollen habe der Ortsbeirat darauf hingewiesen, dass auch in Schwarzenberg zwingend Tempo 30 anzuordnen sei, wenn die B 83 umgebaut werde. Bisher habe es aber noch keine Rückmeldung von Stadt und Hessen Mobil gegeben, kritisiert Riedemann.

„Es ist natürlich berechtigt, wenn die Schwarzenberger eine Überprüfung fordern“, sagt Markus Boucsein, Melsungens Bürgermeister. Auch in Schwarzenberg müsse während der Umbauarbeiten eine verkehrssichere Situation geschaffen werden. „Wenn Tempo 30 das Mittel der Wahl ist, werde ich mich für einen Anordnung einsetzen“, sagt Boucsein.

Der Straßenzustand sei außerdem tatsächlich bedenklich. Vor der Ausweisung der Umleitung, die im Übrigen noch im Detail geplant werden müsse, werde der Zustand erfasst. „Wir müssen darüber nachdenken, die Ortsdurchfahrt Schwarzenberg instand zu setzen, damit die Straße den Belastungen standhält.“ Dies habe man beispielsweise auch auf der Schlossstraße in Melsungen so gemacht, schließt Boucsein.

Riedemann hofft, dass die Stadt bald aktiv werde: „In anderen Gemeinden ist eine temporäre Geschwindigkeitsreduzierung schon praktiziert wurden. Für uns und Röhrenfurth ist dies wichtig.“ Bedenklich sei indes, dass Prüfungen in Schwarzenberg immer ergeben hätten, dass ein Tempo 30 nicht umsetzbar sei.

„Im vergangenen Jahr haben wir erlebt, dass an der Bushaltestelle in Schwarzenberg ein Kind von einem Auto angefahren worden ist und es ins Krankenhaus musste“, erinnert sich Riedemann. Das Kind brach sich das Bein, glücklicherweise sei es nicht noch schlimmer verletzt worden. Trotz des Unfalls sei jedoch wieder nichts passiert.

Tempolimit auf Teilstück

Wenn es nicht möglich sei, die gesamte Strecke zu beruhigen, würde man sich auch damit begnügen, wenn Tempo 30 von der Einmündung der Straße „Gasse“ bis hinter den Jugendraum direkt an der Kreisstraße gehen würde. „Wir brauchen dringend die Sicherheit für Kinder. In der Ortsmitte ist der Treffpunkt der Jugendlichen und Senioren - dort besteht dringender Handlungsbedarf“, mahnt der Ortsvorsteher.

Man sollte sich nicht hinter Paragrafen verstecken, sondern endlich in beiden Ortsteilen handeln und die Schilder aufstellen, in anderen Gemeinden sei dies schließlich auch möglich - fordert Timo Riedemann mit Verweis auf zum Beispiel Elfershausen.

Weiter wünsche sich der Ortsbeirat, dass die Strecke Röhrenfurth-Schwarzenberg-Melsungen nicht offiziell als Umleitungsstrecke ausgeschildert werde.

Quelle: HNA

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