Schweinegrippe: H1N1-Virus bislang im Schwalm-Eder-Kreis nicht nachgewiesen

Keine Risikogruppe: Landrat Frank-Martin Neupärtl ließ sich im Oktober 2009 vom stellvertretenden Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Ulrich Klinge, gegen die Schweinegrippe impfen. Für Risikopatienten ist die Impfung auch in diesem Jahr empfohlen. Archivfoto: Rohde

Schwalm-Eder. Im Landkreis gibt es aktuell keine gemeldeten Fälle von Schweinegrippe. „Wir behandeln das H1N1-Virus wie einen saisonalen Grippevirus“, sagt Dr. Peter Urban, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. Besondere Vorsichtsmaßnahmen seien nicht getroffen worden und auch nicht nötig.

„Eine Meldepflicht besteht zwar noch, aber nur für den Erregernachweis.“ Das heißt, eine entsprechende Blutuntersuchung würde nur bei schweren und schwersten Krankheitsbildern vorgenommen, sagt Urban. „Wir schließen also nicht aus, dass es Fälle mit einem leichten Verlauf gibt oder gegeben haben könnte.“ Denn unter den saisonalen Grippefällen werde es künftig auch immer wieder Schweinegrippefälle geben.

In den derzeitigen saisonalen Impfstoffen ist ein H1N1-Anteil enthalten. Die Impfungen aus den vergangenen Jahren schützten zwar vor den älteren Erregern, aber eben nicht vor den Anteilen, die derzeit zirkulieren. „Influenza-Viren verändern sich regelmäßig im Jahresturnus“, sagt Urban. Für Personen mit einer Grunderkrankung wie beispielsweise einer Lungen- oder Herzerkrankung, für ältere Menschen ab 60 Jahre sowie für Schwangere werde auch zum jetzigen Zeitpunkt eine Grippeschutzimpfung empfohlen, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes.

Der Impfstoff stehe in den Hausarztpraxen und bei Frauenärzten im Landkreis zur Verfügung. Eine Impfung sollte immer im Einzelfall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden. Wegen drei Todesfällen in Deutschland, die mit der Schweinegrippe zusammenhängen könnten, war es zu einer Verunsicherung gekommen.

Weitere Informationen: Kreisgesundheitsamt, Tel. 05681/775656.

Quelle: HNA

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