Schweinische Attraktion

Hunderte von Zuschauern beim sechsten Saurennen

Vollgas in der Kurve: Beim Saurennen in Nausis trieb Nadja Mattheis Schwein Piggeldy ordentlich an. In vollem Tempo ging es durch den Parcours. Fotos: Heist

Nausis. Acht Angler Sattelschweine sorgten am Sonntag in Nausis für heitere Stimmung. Als Zuschauermagnet erwies sich das 6. Saurennen, zu dem die Burschenschaft Nausis und Wincherode anlässlich der Kirmes auf den Festplatz eingeladen hatte.

Bei strahlendem Sonnenschein kamen hunderte von Zuschauern, um die Schweine und ihre Treiber in Aktion zu sehen. Begleitet von den Klängen des Musikvereins Wölf zogen die Besucher aus dem Festzelt und versammelten sich um den dahinter gelegenen neu gebauten Rennparcours mit seinen acht schattigen Boxen im Start- und Zielbereich. Einige Besucher ließen sich auf den Tribünenplätzen auf Anhängern nieder. Eine Vielzahl erklomm im Bestreben um die beste Sicht auf den 40-Meter-Rundkurs den angrenzenden Hang.

Moderator Knut Grein brachte den Zuschauern die alte, bedrohte Hausschweinrasse des Angler Sattelschweins, mit seiner robusten Art und der typischen schwarz-hellen Zeichnung, näher. Auch Ortsvorsteherin Nicole Mattheis hieß alle willkommen und wünschte verschmitzt einen „schönen, schweinischen Nachmittag“.

Acht prächtige Ferkel hatte die Burschenschaft im Februar bei einem Züchter in Niedersachsen erworben und mit Genehmigung des Veterinäramtes Homberg in den vergangenen Monaten zweimal wöchentlich trainiert und auf das Rennen vorbereitet.

Entgegen der Bezeichnung des Rennens handelte es sich bei den tierischen Läufern ausschließlich um kastrierte männliche Schweine. Getauft worden waren sie von ihren Burschenschaftspaten auf die Namen Piggeldy, Frederick, Balu, Rudi, Speedy, Hektor, Sissi und Else. Versehen mit roten Startnummern, verließen die Schweine den Hänger und trotteten die Rampe hinunter auf das frisch gewässerte Parcoursgelände. Vor dem ersten Renndurchlauf mit den sie antreibenden Burschenschaftspaten durchwühlten die Schweine ausgiebig den feuchten Boden ihrer Boxen.

Starten in Zweierteams

Entgegen des Uhrzeigersinns starteten die Zweierteams unter Anfeuerungsrufen und Applaus des Publikums nacheinander in den Parcours.

Die schnellste Zeit entschied über den Sieg. Lautstarkes Antreiben und Anschieben der Schweine war erlaubt. Diese jedoch erwiesen sich zum Teil als äußerst eigenwillig und raffiniert. Nicht jedes der Tiere war auf Anhieb zum Rennen zu bewegen. So manches Schwein trat zur Erheiterung der Zuschauer nach einem vielversprechenden Start sogar mehrmals den Rückweg an. Rasant war der Lauf des Burschenschaftsvorsitzenden André Glänzer mit Schwein Speedy.

In 8,5 Sekunden ließen sie ihre Kontrahenten hinter sich. Nach einer Pause oblag es den Besuchern, in einem zweiten Durchgang die Bestzeit zu unterbieten. Mittels des Erwerbes eines Loses konnte sich jeder um die Teilnahme mit einem Schwein bewerben.

Bilder vom Saurennen

Saurennen in Nausis

Quelle: HNA

Kommentare