Sandra Melchior hat dank den Homberg Ren(n)tieren den Laufsport für sich entdeckt

Schweiß und harte Arbeit

Eine Gruppe ganz in grün: Die Homberg Ren(n)tiere in den Farben ihres Vereins, darunter auch die 41-jährige Sandra Melchior (vorne rechts) aus Homberg-Mardorf. Foto: Hildebrand

Homberg. Anfang vergangenen Jahres noch hatte Sandra Melchior aus Mardorf mit Laufsport nichts am Hut. Nun kann sie stolz auf sich sein: Jüngst lief sie den Schluchseelauf im Schwarzwald über 18,3 Kilometer und kommt vom Laufen nicht mehr weg.

„Zuerst fand ich Laufen total doof“, sagt die 41-Jährige. Im März 2013 aber begann sie mit dem Walken, stellte ihre Ernährung um und steigerte immer weiter im Tempo. „Da viele Kollegen von mir auch regelmäßig laufen gehen, dachte ich mir, ich probiere es auch mal aus“, erklärt Melchior.

Die Freundin ist Schuld

So weit, so gut. Zu diesem Zeitpunkt lag ein Lauf über 18,3 Kilometer noch in weiter Ferne. „Eine Freundin von mir meinte dann, ich soll den Schluchseelauf mit ihr machen. Im November hat sie mich dann einfach angemeldet“, berichtet Melchior. Um optimal vorbereitet zu sein, schlug sie bei den Homberg Ren(n)tieren auf: „Ich bin hingegangen und habe gemeint, dass sie mir helfen müssen.“

Viel Schweiß ist geflossen, aber am Ende hat die Mardorferin ihr Ziel erreicht. Im Mai kam sie bei dem Schluchseelauf mit einer Zeit von knapp über zwei Stunden ins Ziel. „Am Start hatte ich Angst. Ich wollte aber zu Hause niemanden enttäuschen. Nächstes Jahr will ich den Lauf dann unter zwei Stunden schaffen“, sagt Melchior.

Im Nachhinein ist sie vor allem den Ren(n)tieren unglaublich dankbar: „Ohne sie hätte ich es nicht geschafft. Ich bin so froh, dass ich hier bin.“ Denn mittlerweile ist Laufen für Melchior ein Ausgleich zum Alltag, wie sie sagt: „Während des Sports habe ich einfach mal ein bis zwei Stunden für mich, in denen keiner nach mir ruft.“

2010 gegründet, haben die Ren(n)tiere inzwischen 25 Mitglieder aller Altersklassen. Der jüngste Läufer ist zwölf Jahre alt. Zwei mal die Woche, immer donnerstags und samstags, wird trainiert. Außerdem nimmt der Verein regelmäßig an Wettbewerben teil. Trotz allem steht der Spaß im Vordergrund.

„Sportliche Ambitionen und der Spaß halten sich bei uns die Waage“, bestätigt Pressewart Klaus Simmen. „Der eine ist vielleicht ehrgeiziger als der andere. Es macht aber einfach Spaß, zusammen zu laufen,“ betont Heike Mandt, die schon seit der Gründung der Homberger Ren(n)tiere ein treues Mitglied ist.

Von Kevin Hildebrand

Quelle: HNA

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