Emily-Hope aus Schwarzenberg

Schwer herzkrankes Mädchen soll in diesem Jahr letztmalig operiert werden

Tollen am Strand: Erstmals konnte die Familie Meyer jetzt mit allen drei Töchtern einen Urlaub genießen. Im Bild von links die Schwestern Nele (5) die zweijährige Emily-Hope und Ronja (3) in Grömitz an der Ostsee. Foto: privat

Schwarzenberg. Emily-Hope geht es den Umständen entsprechend gut. Das Mädchen mit dem halben Herz aus Schwarzenberg feierte jetzt seinen zweiten Geburtstag. Die aufgeweckte und fröhliche Emily leidet am hypoplastischen Linksherzsyndrom.

HLHS ist der schwerste angeborene Herzfehler und führt unbehandelt zum Tod.

Vereinfacht gesagt gibt es nur eine Herzkammer. Bei Emily kamen weitere Komplikationen hinzu.

Viele Monate ihres noch jungen Lebens verbrachte sie im Krankenhaus - dem Kieler Kinderherzzentrum. Das ist eines der renommiertesten deutschen Fachzentren für die Behandlung des angeborenen Herzfehlers. Wir begleiten Emily und die Eltern Jeannie (27) und Timo Meyer (30) auf ihrem Weg.

Emily bekommt zwar täglich Medikamente für die Blutverdünnung, Entwässerung und für ihren Blutdruck, von Nebenwirkungen spüre man aber nichts, sagt Jeannie Meyer. Auch ansonsten tolle und tobe Emily mit ihren Schwestern Nele (5) und Ronja (3) herum. „Emily ist aber sehr kurzatmig. Sie muss unbedingt Pausen beim Spielen machen, aber sie weigert sich natürlich“, sagt die 27-jährige Mutter. Emily wolle ihren Schwestern in nichts nachstehen. Die Sauerstoffsättigung im Blut müsse daher regelmäßig kontrolliert werden.

Im kommenden Jahr stünde der Familie mit der Fontan-Operation eigentlich die letzte aber sehr lange Op ins Haus. Diese solle aber vorgezogen werden, sagt Jeannie Meyer. Zuvor müsste zwar noch ein Herz-Katheter gelegt werden, das sei aber nur ein kleinerer Eingriff.

„Wir sind sehr aufgeregt, weil die Ärzte noch in diesem Jahr operieren wollen. Jeder Eingriff ist mit Risiken verbunden.“ Leider sei nicht einmal sicher, ob die Op Erfolg haben wird. „Wir hoffen so sehr, dass sie glatt verläuft und Emily es dann geschafft hat“, sagt sie. Dann hätte Emily zwar nach wie vor nur ein halbes Herz, aber ein funktionierendes.

„Ich möchte mich so spät wie möglich mit den Details der Operation befassen, alles was ich über mögliche Komplikationen weiß, beunruhigt mich, das spürt natürlich auch Emily.“ Für die Familie seien die Jahre überstanden, die mit Ungewissheiten, mit Ängsten und Sorgen und sogar mit einer drohenden Herz-Transplantation einhergingen.

Emily habe die Behandlungen gut weggesteckt. „Nur wenn Männer Brillen tragen und diese abnehmen, weint sie. Das hat einer ihrer Ärzte immer gemacht“, sagt Meyer.

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Quelle: HNA

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