Fahrer schwer verletzt

Video: 39 Tonnen schwerer Kran überschlug sich bei Unfall auf A7

Knüllwald. Auf der A7 kam es in der Nacht zum Dienstag zwischen den Anschlussstellen Bad Hersfeld/West und Homberg/Efze zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein Schwerlastkran fuhr auf einen Lkw auf und kippte anschließend um. Die Bergungsarbeiten werden noch bis in den späten Vormittag andauern.

Laut Polizei war ein 69-jähriger Kranfahrer aus den Niederlanden gegen 23.55 Uhr mit seinem Schwerlastkran - ein Dreiachser mit einem Gewicht von 39 Tonnen - auf der A7 in Richtung Kassel unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Bad Hersfeld/West und Homberg/Efze befuhr er den separaten rechten Fahrstreifen für den Schwerlastverkehr.

Aktualisiert um 11:30 Uhr

Im Gefällestück einer Baustelle fuhr er aus bislang ungeklärter Ursache auf einen vorausfahrenden Lastzug aus Schweinfurt auf. Der Schwerlastkran kam nach dem Zusammenstoß nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Baustellenabsperrung. Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich der Kran und blieb auf dem Dach liegen. Dabei wurde der Fahrer aus dem Führerhaus auf die Fahrbahn geschleudert und schwer verletzt. Nach einer Erstversorgung vor Ort wurde er zur weiteren Behandlung ins Klinikum Schwalmstadt-Ziegenhain gebracht. Zu den Verletzungen können derzeit laut Polizei keine Angaben gemacht werden. Lebensgefahr bestehe jedoch nicht.

Autobahn zeitweise voll gesperrt

Schwerer Unfall auf A7: Ein Schwerlastkran überschlug sich in der NAcht zu Dienstag und blieb in einer Baustelle liegen.

Durch den Aufprall wurde auch der Anhänger vom Lkw abgerissen, kipptenach links auf die Fahrbahn und blieb seitlich liegen. Der Lkw fuhr noch etwa 100 Meter weiter und blieb dann auf der Fahrbahn stehen. Der 49-jährige Fahrer aus Wiesentheid (Landkreis Kitzingen) wurde leicht verletzt und unter Schock ins Klinikum Melsungen gebracht. Zwei Rettungswagen aus Schwalmstadt und Knüllwald sowie ein Notarzt aus Homberg waren im Einsatz.

Die Autobahn war zeitweise voll gesperrt. Durch den Unfall wurde die Baustellenabsperrung nach links auf die ausgelagerten Fahrstreifen der Gegenfahrbahn verschoben. Durch Einsatzkräfte der Feuerwehr Homberg wurde sie so gerichtet, dass der Verkehr in Fahrtrichtung Kassel wieder zweistreifig fahren konnte. Darüber hinaus musste die Fahrbahn gereinigt werden, da Diesel und Öl ausgelaufen waren. Insgesamt waren 23 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort. Der separate rechte Fahrstreifen bleibt bis zum Ende der Bergungs- und Aufräumarbeiten gesperrt.

Durch die Sperrung des rechten Fahrstreifens ist ein Abfahren an der Anschlussstelle Homberg/Efze nicht mehr möglich. Die Polizei empfiehlt Autofahrern, über die Anschlussstelle Malsfeld und zurück zur Anschlussstelle Homberg/Efze zu fahren. Die Bergungsmaßnahmen werden vermutlich noch bis zum späten Vormittag andauern, da der verunfallte Kranwagen mit einem Schwerlastkran auf einen Tieflader verladen und aus dem Baustellenbereich abtransportiert werden muss. Der Schaden wird auf etwa 200.000 Euro geschätzt. (mhs/bdi)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © TVnews-Hessen

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