Schweres Gerät im Einsatz: Abriss des Hofes Waßmuth hat begonnen

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Der Anfang vom Ende: Mit schwerem Gerät hat eine Entsorgungsfirma mit dem Abriss des Hofes Waßmuth begonnen. Nur das Wohnhaus (Bildmitte) bleibt zunächst noch stehen.

Wolfhagen. In spätestens drei Wochen wird der Bauernhof Waßmuth, Ende der 1930er-Jahre an der Kurfürstenstraße in Wolfhagen gebaut, Geschichte sein. Eine Entsorgungsfirma hat mit schwerem Gerät begonnen, die landwirtschaftlichen Gebäude abzureißen.

Lediglich das Wohnhaus bleibt vorerst noch stehen. Die Eigentümerin hatte Ende vergangenen Jahres den Hof an die Stadt Wolfhagen verkauft und sich das Einsitzrecht gesichert. Erst wenn sie dieses Recht nicht mehr in Anspruch nimmt, wird auch das Wohnhaus dem Erdboden gleichgemacht.

Für die Stadt sei wichtig gewesen,, das verkehrsgünstig gelegene, 26 000 Quadratmeter große und für die weitere städtische Entwicklung Wolfhagens bedeutsame Areal zu erwerben, sagte Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake gestern bei einem Besuch an der Baustelle. Nach gut zehn Jahre dauernden Bemühungen sei das gelungen.

„Ziel ist, dass hier der Neubau der Wolfhager Klinik entsteht“, sagte der Verwaltungschef. Etwas anderes sei derzeit nicht vorgesehen. Allerdings müsse man nach dem anstehenden Wechsel an der Spitze der Gesundheit Nordhessen-Holding abwarten, ob die Pläne Bestand haben. „Wenn es mit dem Klinik-Bau nichts wird, gibt es auch andere Möglichkeiten“, beispielsweise könnte hier ein neues Baugebiet entstehen.

Da die Verkehrssicherungspflicht nun bei der Stadt liege, habe man sich zum Abriss entschieden. Eine Entsorgungsfirma aus dem Schwalm-Eder-Kreis hat mit dem Ausräumen und Abtragen der Gebäude begonnen. Die einzelnen Materialien werden sauber getrennt und in Containern abtransportiert. Für das Bauholz gebe es einen Interessenten.

Die großen behauenen Sandsteinblöcke der Fundamente und das Blaubasaltpflaster der Hoffläche wird die Stadt behalten und im Stadtgebiet wiederverwenden.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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