Schwerkranke Fiona Brenner: Großzügiger Privatspender sorgt für Fahrzeug

Monatelange Bemühungen zahlten sich aus: von links Spender Klaus Giesewetter, Fiona, Tabea und Nadine Brenner beim ersten Aufeinandertreffen an der Wolfhager Stadtkirche. Giesewetter zahlt die fehlenden 5000 Euro für das Auto aus eigener Tasche. Foto: Ulbrich

Wettesingen/Naumburg. Nadine Brenner hatte monatelang gekämpft, gehofft und sogar davon geträumt, dass sich der Wunsch der Familie nach einem behindertengerechten Fahrzeug für ihre schwerkranke Tochter Fiona erfüllt (wir berichteten). Nun scheint der Traum wahr zu werden.

Für die fehlenden etwa 5000 Euro zum Kauf des Fahrzeuges hat sich ein großzügiger Privatspender bereit erklärt, die Summe komplett zu übernehmen.

Als Mutter Nadine Brenner die Nachricht über die Spende am Telefon erhielt, sei sie „vor Freude in Tränen ausgebrochen“ und musste das Handy ihrer Tochter Tabea geben, sagt die 34-Jährige. Sie sei unendlich dankbar für die unerwartete Spende. Klaus Giesewetter ist der Grund für ihre Dankbarkeit, den er zahlt die Restsumme aus eigener Tasche. Der 56-jährige Naumburger ist selbst behindert. Er hatte als Kind einen offenen Rücken, kann sich nur mit großer Anstrengung und Schmerzen sowie mit Krückstock langsam fortbewegen.

Er sagt: „Als ich die Artikel in der HNA gelesen habe, war ich erschüttert über die schwere Krankheit und das Schicksal der kleinen Fiona.“ Daher habe er sich spontan entschieden, das fehlende Geld zu spenden. Eigentlich wollte der bescheidene Naumburger überhaupt nicht mit der Spende an die Öffentlichkeit. Doch beim Blick in die dankbaren Augen von Nadine Brenner weiß Giesewetter, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat. Selbst bei der durch ihre Krankheit Rett-Syndrom stark eingeschränkten Fiona huscht ein Lächeln über die Lippen.

Bereits wenige Minuten nach dem ersten Kennenlernen der Brenner-Familie sagt der Beamte, der aufgrund seiner 80-prozentigen Behinderung seit einigen Jahren erwerbsunfähig ist: „Die Belastung durch die notwendige Rundum-Betreuung für Fiona ist ein Wahnsinn.“ Er habe absolute Hochachtung vor den täglichen Aufgaben, die Mutter Nadine bewältigt. Doch mit seiner Spende hat Giesewetter ganz entscheidenden Anteil daran, dass Fionas Leben durch das neue Fahrzeug ab Sommer etwas besser, und das von Mama Nadine etwas leichter wird.

Die kämpferische Mutter hofft nun darauf, dass der Rechtsstreit mit dem Sozialamt um den abgelehnten Umbau zum behindertengerechten Auto einen ähnlich positiven Ausgang nimmt, wie ihr Gang an die Öffentlichkeit. Spenden werden deshalb weiter entgegengenommen.

Kontakt: 05641/ 740204

Quelle: HNA

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