31 Schwimmer stürzten sich im Neukirchener Freibad in die Fluten

Nichts für Frostbeulen: Im Freibad musste erst eine Bahn vom Eis befreit werden, bevor die Schwimmer ihre Runde zogen. Fotos:  Rose

Neukirchen. Alles andere als kalt erwischt dürften sich am Neujahrstag die Schwimmer des LTV Neukirchen gefühlt haben.

Gleich 31 Mutige wagten sich ins wahrhaft eiskalte Wasser des Freibades: Der LTV hatte zum 16. Mal zum Eisschwimmen eingeladen. Und weder der Schwimmnachwuchs noch die Gäste machten schlapp.

Zwar musste sich der eine oder andere doch überwinden, den Oberkörper unter Wasser zu tauchen - doch aufgeben, das kam für keinen der Teilnehmer am Donnerstagnachmittag in Frage.

Seit Oktober bereiten sich die Schwimmer des LTV auf ein besonderes Ereignis am Neujahrstag vor. Und diesmal war die Freude besonders groß: Denn eine dünne Eisschicht hatte sich über das Wasser gelegt, so dass Helfer am Vortag zunächst eine Bahn für die Schwimmer frei hacken mussten. In den vorherigen drei Jahren war es jeweils zu mild für eine eisige Decke gewesen.

Auch das Wasser war entsprechend unterkühlt: Null Grad zeigte das Thermometer an - bei einer Außentemperatur von gerade einmal einem Grad. Doch bevor sich die Mutigen ins Wasser wagten, gab es die obligatorische Neujahrsansprache auf dem Drei-Meter-Brett. Horst Möller vom LTV nahm diese Aufgabe zum ersten Mal allein war. Ideengeberin Birgit de Taillez war wegen eines Geburtstages verhindert, stand jedoch - das erklärte der Vorsitzende - permanent per Handy mit den Schwimmkollegen in Kontakt.

Ab in die Fluten: Eisbaden in Neukirchen

Das Publikum war indes nicht nur zum Anfeuern und Betreuen der Eisschwimmer mit von der Partie. Möller bat zudem um eine Spende. Ganz oben auf dem Wunschzettel des Vereins stünden Brillenablagen für die Duschen. Dank der Unterstützung der Eltern und verschiedener Sponsoren konnten im vergangenen Jahr bereits Neopren-Anzüge fürs Training angeschafft werden.

Viele Stunden Training lagen am Neujahrstag auch hinter den jungen Schwimmern: Angeleitet worden waren sie dabei von Schwimmlehrer Jörg Krienitz. Der sortierte am Beckenrand die muntere Truppe und regte zu Aufwärmübungen an.

Unter den Anfeuerungsrufen der Gäste stürzten sich die Teilnehmer in die Fluten und schwammen ihre obligatorische Bahn - diesmal in L-Form- zum gegenüberliegenden Beckenrand. Damit die Füße nicht allzu schnell auskühlten, war am Ein- und Ausstieg ein „roter Teppich“ für die Athleten ausgerollt. Binnen Minuten war das Spektakel vorbei und die Schwimmer eilten umhüllt von Decken oder Handtüchern ins Hallenbad. Dort gönnten sie sich bei Tee und Krapfen eine entspannte Runde im warmen Wasser.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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