Schwindelanfälle waren erstes Anzeichen: Klaus Romanowski leidet an Parkinson

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Vierwöchiger Reha-Aufenthalt: Klaus Romanowski (rechts) leidet an Parkinson. An der Hardtwaldklinik in Bad Zwesten wird seine Krankheit behandelt - unter anderem von Neurologin Dr. Christiane Schneider.

Bad Zwesten. Es begann mit Schwindelanfällen und extremer Müdigkeit. Heute, sieben Jahre später, weiß Klaus Romanowski: Er leidet an Parkinson - einer unheilbaren Erkrankung des Nervensystems. „Das war zunächst ein Schock. Aber inzwischen kann ich damit umgehen", sagt der 61-Jährige aus Herford.

Zurzeit verbringt er einen Reha-Aufenthalt in der Bad Zwestener Hardtwaldklinik. Die Krankheit, die durch prominente Betroffene wie Muhammad Ali und Michael J. Fox an Bekanntheit gewonnen hat, äußert sich ganz unterschiedlich. „Schon bevor typische Symptome wie Zittern auftreten, kann es zu Riech- oder Schlafstörungen, aber auch zu Depressionen kommen“, erklärt Dr. Christiane Schneider, leitende Bereichsärztin für Neurorehabilitation an der Hardtwaldklinik.

Stolpernder Gang 

Auch eine Verlangsamung der Bewegungen, Schulterschmerzen oder ein stolpernder Gang könnten auf Parkinson hindeuten. „Gewissheit kann aber nur eine neurologische Untersuchung bringen“, weiß die Neurologin. Zudem werde in der Regel getestet, ob ein Patient positiv auf L-Dopa, ein gängiges Parkinson-Medikament anspreche.

Zunächst habe er seine Krankheit verheimlichen wollen, erzählt Klaus Romanowski. „Ich wollte kein Mitleid.“ Doch vor allem an der Arbeit - er arbeitete damals als Montagemeister im Bereich Fahrstuhlbau - fiel ihm die Heimlichtuerei immer schwerer. Koordinationsschwierigkeiten und Schwindel machten es ihm schließlich unmöglich, weiter in seinem Beruf zu arbeiten. „Ich habe die Reißleine gezogen.“

Seit 2011 ist Romanowski aufgrund seiner Erkrankung arbeitslos, und Medikamente halten die Parkinson-Symptome weitgehend in Schach. „Nur wenn ich mir zu viel zumute, merke ich es spätestens am nächsten Tag“, sagt der 61-Jährige.

Während seiner vierwöchigen Reha-Aufenthaltes in Bad Zwesten - es ist bereits sein zweiter dieser Art - bekommt er intensive Physiotherapie. Außerdem stehen Gymnastik und Sprachtherapie auf dem Programm. „Das alles tut mir wirklich gut“, sagt Romanowski. Überhaupt scheint er recht gelassen mit seiner Erkrankung umzugehen: „Ich lese nicht viel über Parkinson. Das würde mich nur verunsichern.“

Von Pamela De Filippo

Quelle: HNA

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