Habichtswald: Schwung fürs Baugebiet

Platz für künftige Hausbauer: „Auf der Horst“ in Dörnberg soll ein neues Wohngebiet entstehen. Durch Grundstückstausch soll das Verfahren nun beschleunigt werden. Foto: Thon

Dörnberg. Das Interesse an Bauplätzen in Dörnberg ist gewaltig. Bei Habichtswalds Bürgermeister Thomas Raue haben bereits 18 Bauwillige angeklopft, die mit einer Parzelle „Auf der Horst“ liebäugeln.

Bislang musste er die Interessenten vertrösten, die etwa zur Hälfte aus der Gemeinde selbst und der Umgebung kommen. Komplizierte Eigentumsverhältnisse bei den für den Bebauungsplan auserkorenen Grundstücken hatten sich zuletzt als Hemmschuh erwiesen. Nun aber kommt Schwung in das Verfahren.

Die Gemeindevertreter stimmten während ihrer jüngsten Sitzung einem so genannten Bauumlegungsverfahren zu. Ziel dieses Grundstückstausches ist es, Parzellen so zuzuschneiden, dass sie in den Kriterien Lage, Form und Größe für eine bauliche Nutzung geeignet sind. Bereits im Januar hatten sie einen Aufstellungsbeschluss für das Areal gefasst; ein Bebauungsplan ist in Arbeit. Frühestens in einem Jahr könne erschlossenes Bauland angeboten werden.

Wie Raue erklärte, gehöre das künftige Bauland derzeit zwischen 25 und 30 Eigentümern. Bei einer privatrechtlichen Klärung der Grundstücksangelegenheiten würden schätzungsweise bis zu acht Jahre ins Land gehen, ehe die Bagger anrücken könnten. Mit der Umlegung werde das gesamte Areal – ungeachtet der Besitzverhältnisse – als Einheit betrachtet. Öffentliche Straßen und die einzelnen Bauplätze werden hineinmodelliert. Das Positive: Der Grund und Boden der Eigentümer geht nicht unter. „Was an Wert in das Baugebiet hineingegeben wird, kommt hinterher auch wieder heraus“, sagte Bürgermeister Raue, der daran erinnerte, dass das Tauschverfahren in der Vergangenheit in Ehlen und Dörnberg schon zweimal mit gutem Resultat praktiziert worden sei. Die Beteiligten am Umlegungsverfahren seien Mitglieder einer Solidargemeinschaft. (ant)

Quelle: HNA

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