Mit Schwung auf Platz eins: "Lethal Beatz" gewinnen Dancecontest

Schwungvoller Auftritt: Die „Lethal Beatz“ aus Wolfhagen nahmen den Siegerpokal des Dancecontests mit nach Hause. Beim Wettbewerb vor zwei Jahren belegten sie noch Platz zwei. Fotos:  Hoffmann

Wolfhagen. Die Lichtshow nicht ganz so üppig, die Bässe nicht ganz so laut und die Teilnehmerzahl im Vergleich zum letzten Mal deutlich geschrumpft: Obwohl der dritte Dancecontest von Stadtjugendpflege und Schulsozialarbeit der Wilhelm-Filchner-Schule am Freitagabend in der Wolfhager Kulturhalle alles in allem etwas kleiner daherkam als noch vor zwei Jahren, wurde er für die rund 500 Besucher und die fünf teilnehmenden Gruppen doch zu einem ganz großen Abend.

Kein Wunder, verwandelte sich die Bühne schließlich wieder in eine riesige Tanzfläche, auf der die Dancecracks der Region um die heiß begehrten Pokale kämpften.

Tanz zu klassischer Musik 

Mit Mütze und Hemd: Die Gruppe „SAG“ kam aus Warburg zum Wettbewerb.

Bei Swingjack, Videoclip-Dancing, HipHop, Newjack und all den anderes Styles geht es um Choreografie, Synchronität, Kreativität und Ausstrahlung. Kriterien, auf die vor allem Caroline Seyer und Ali Kiliç ein Auge hatte. Die Kasseler Tanzprofis hatten die schwere Aufgabe, die teilnehmenden Teams aus Wolfhagen, Wenigenhasungen, Warburg und Hofgeismar zu bewerten. „Ich wollte Power sehen“, sagt Seyer, die selbst als Tanzlehrerin arbeitet. Power bekam sie dann auch, allerdings mit einer Ausnahme. Die Mädchen der TSG-Gruppe „Movity“ aus Hofgeismar überraschten mit einer eher ruhigen, fast schon pathetischen Modern-Dance-Einlage zu klassischer Musik, die aus den fetzigen Darbietungen der anderen deutlich herausstach. „Es war wirklich nicht leicht, sie mit den anderen Gruppen zu vergleichen“, gesteht Seyer, die sich mit ihrem Jurykollegen letztlich dann doch einig war und die Hofgeismarerinnen auf den dritten Platz wählten, gefolgt von „SAG“ aus Warburg, die mit coolen Mützen, roten Hemden und jeder Menge Beats nicht nur die Wertungsrichter, sondern auch das Publikum in der Wolfhager Kulturhalle überzeugten.

„Haben es verdient“ 

Dass es auf dem Siegertreppchen nicht nach ganz oben gereicht hat, habe daran gelegen, dass sie „einfach zu viel wollten“, so Ali Kiliç. Nicht sie hätten ihre Show beherrscht, sondern die Show sie. „Weniger ist manchmal eben mehr, lieber nur das tanzen, was man auch hundertprozentig kann.“

Das haben die „Lethal Beatz“ aus Wolfhagen getan, die nach einem zweiten Platz vor zwei Jahren nun endlich den Siegerpokal des Wettbewerbs mit nach Hause nehmen durften.

Dass der Sieg nach Wolfhagen ging, begeistert auch Stadtjugendpfleger Frank Mahlich. „Sie haben es verdient“, sagt er und freut sich, dass auch die dritte Auflage des Dancecontests wieder zum vollen Erfolg wurde, wenn auch im kleineren Rahmen als gewohnt.

500 Besucher beim Wolfhager Dancecontest

Quelle: HNA

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