Mit Schwung und viel Gefühl

Neujahrskonzert der Ungarischen Kammerphilharmonie

Polka und Walzer im Blut: Das Orchester der Ungarischen Kammerphilharmonie sorgte mit anspruchsvollen Klängen für ein gelungenens Neujahrskonzert in der Wolfhager Kulturhalle. Fotos: Kuberczyk-Stein

Wolfhagen. Wenn das kein Jahresauftakt war: „Ach, war das schön. So richtig was für’s Herz“, hörte man eine Besucherin nach dem Neujahrskonzert am Samstag in der Kulturhalle Wolfhagen schwärmen.

Was nicht bedeuten soll, dass es nicht auch ein schwungvolles Konzert war, denn wenn ein Orchester wie die „Ungarische Kammerphilharmonie“ aufspielt, dann liegen Polka und Walzer im Blut.

Die ungarischen Musiker überzeugten auf der ganzen Linie. Einfühlsam, präzise, homogen und dazu noch mit prächtigen Solisten bestückt. Der bekannteste unter ihnen jedoch ist ein Mann, der kein Instrument in der Hand hält, dafür aber alle dirigiert: Antal Barnas.

Musiker und Humorist

Der in Wien lebende Ungar ist auf der Bühne ein leidenschaftlicher Vollblutmusiker wie Humorist gleichermaßen.

„Der größte Tenor in ............ Fritzlar.“

Dirigent Antal Barnas über den Tenor Claus Durstewitz

Immer wieder sorgten seine kleinen Geschichten und Kommentare, mit denen er die Stücke ankündigte für Schmunzeln oder Lachen. Beim Radetzky Marsch dirigierte Barnas das Publikum gleich mit: „Halt, noch nicht klatschen, jetzt!“

Doch nicht nur Barnas und seine Musiker begeisterten die knapp 300 Besucher, sondern auch die lyrische Koloratursopranistin Katherina Beranova und der lyrische Tenor Claus Durstewitz – der „größte Tenor in….Fritzlar“, wie Barnas ihn augenzwinkernd ankündigte.

Klangperlen der Oper

Mit Klangperlen aus Oper und Operette ließen die beiden die Herzen des Publikums schmelzen.Da grüßte die Csardasfürstin mit „Heia in den Bergen“, flehte Giacomo Puccinis „Nessun Dorma“, schmachtete Franz Lehars „Dein ist mein ganzes Herz“ oder strahlten die Liebeschwüre als Duett bei Lehars „Niemand liebt dich so wie ich“ von der Bühne.

Viele Zugaben folgten

Sowohl Beranova wie Durstewitz begeisterten das Publikum. Das Konzert war aber trotz des offiziell letzten Stückes, Johann Strauss‘ „An der schönen blauen Donau“, Österreichs heimlicher Hymne“, wie Barnas ins Mikro schmunzelte, noch längst nicht vorbei. Dafür sorgten die Besucher mit nicht enden wollenden Applaus, auf den einige Zugaben folgten.

Vorfreude auf das Jahr

Fazit: Wenn das Jahr so wird, wie dieses Konzert, können wir uns darauf freuen.

Von Steve Kuberczyk-Stein

Quelle: HNA

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