Sechster Überfall: Tankstellen-Räuber schlägt in Lützelwig zu

Lützelwig. Erneut wurde eine Tankstelle im Schwalm-Eder-Kreis überfallen: Diesmal schlug der Täter am Montagabend, 21.30 Uhr, im Homberger Stadtteil Lützelwig zu.

Dort wurde die Shell-Tankstelle an der Marburger Straße überfallen.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit handele es sich bei dem Täter um den Mann, der in den vergangenen Wochen bereits fünf weitere Tankstellen im Landkreis überfallen hat, teilt die Polizei mit. Dafür sprechen sowohl Videoaufzeichnungen aus der Tankstelle, sowie die Täterbeschreibung durch die 31-jährigen Angestellte.

Die aktuelle Täterbeschreibung vom Überfall in Lützelwig: Männlich, 165 bis 170 Zentimeter groß, bekleidet mit blauem Pullover beziehungsweise Jacke, schwarze Jogginghose, schwarze Wollmütze mit Sehschlitzen und schwarz-weißen Schuhen, bewaffnet mit einer dunklen Schusswaffe.

Der Täter hatte um 21.30 Uhr den Tankstellenverkaufsraum betreten, in dem sich zu dieser Zeit nur die Angestellte befand. Mit einer dunklen Schusswaffe in der Hand forderte er die Frau auf, Geld in eine weiße Plastiktüte zu tun. Die Angestellte erklärte daraufhin, dass die Kasse leer sei. Der Täter überzeugte sich davon und brach daraufhin den Überfall ab.

Anschließend verließ er die Tankstelle, ohne Beute gemacht zu haben. Die Angestellte löste den Überfallalarm aus.

Im Zuge der sofortigen Fahndung der Polizei, bei der mehrere Streifenwagen und auch Spezialeinsatzkräfte zum Einsatz kamen, konnte der Täter jedoch nicht gefasst werden.

Die Polizei ermittelt mit Hochdruck an der Aufklärung der Überfallserie, teilt der Pressesprecher der Polizeidirketion Schwalm-Eder, Reinhard Giesa, mit. Die Staatsanwaltschaft hat für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen eine Belohnung in Höhe von 2500 Euro ausgesetzt. Derzeit ist noch unklar, wie der Mann aus Lützelwig geflüchtet ist. Die Polizei bittet daher Zeugen um Mithilfe: „Wer hat Beobachtungen gemacht, die mit der Flucht des Täters oder sonst mit dem Überfall in Lützelwig in Verbindung stehen könnten? Wurden etwa rasant beschleunigende Fahrzeuge in Lützelwig gesehen oder Fahrzeuge, die sonst auffällig waren?“, fragt die Polizei.

Seit Beginn der Serie wurden Überwachungsmaßnahmen mit verstärktem Personaleinsatz eingeleitet. Personen, die verdächtige Beobachtungen machen, die auf einen möglicherweise bevorstehenden Überfall hindeuten, werden gebeten, sich sofort über den Notruf 110, also direkt an die Polizei zu wenden.

Fotos zur Fahndung nach dem Täter gibt es auch auf der Homepage des Polizeipräsidiums Nordhessen www.polizei-nordhessen.de (may)

Hinweise: Polizei Homberg, 05681/7740. In akuten Verdachtsfällen über Notruf - 110.

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Quelle: HNA

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