Projekt Sprechende Hände: Stationen zur Besinnung am Knüll House Neukirchen

Seele soll aufatmen können

Bei der Einweihung: Reinhard Engel, Michael Paulus, Friedrich Pohl, Holger, Benjamin und Lisa Ritter (von links) mit einer der Skulpturen. Foto: Rose

Neukirchen. Der EC-Landesjugendverband Hessen-Nassau hat zusammen mit Künstlern des Gestaltungskreises Nordhessen das Projekt „Sprechende Hände“ am Fuße des Knüll Houses in Neukirchen umgesetzt: Am Samstag wurden die Stationen zu Besinnung eingeweiht.

Die Vorstellung übernahmen Michael Paulus, Vorsitzender des Landesjugendverbandes, der Leiter des Knüll Houses Reinhard Engel sowie der Neukirchener Steinmetz und Gestalter einer Skulptur Holger Ritter. Erarbeitet wurden insgesamt sieben Werke, in deren Mittelpunkt stets Hände stehen. Die „Zeigende Hand“ gestaltete Uwe Kunze aus Vemmlar, Lisa und Benjamin Ritter aus Neukirchen schufen die „Lehrende Hand“. „Schützende Hand“ hieß die Arbeit von Gerrit Schade aus Kassel, Holger Ritters Werk steht unter dem Titel „Fordernde Hand“. Friedrich Pohl aus Kassel fertigte „Gebende und empfangende Hände“. Die größte Skulptur schuf Uwe Bächt aus Naumburg – „Vergebende Hände“. Heinrich Leye aus Vöhl komplettierte das Projekt mit der „Gefalteten Hand“.

Idee stammt vom Leiter

Die Idee stammt von Reinhard Engel: „In unserem Freizeitheim geht es nicht nur um die Vermittlung christlicher Werte, die Besucher sollen aufatmen und etwas für ihre Seele tun können.“ Vielleicht war es deshalb eine Art göttliche Fügung, dass ein Busfahrer den Stein vor dem Haus rammte und Engel Kontakt zum örtlichen Steinmetz aufnahm. „Als ich Holger Ritter von der Idee erzählte, war er sofort begeistert.“

Die Mitglieder des Gestaltungskreises – seit 1986 ein Zusammenschluss von gestaltenden Handwerken und Künstlern aus den Bereichen Stein, Metall und Holz – trafen sich für das Projekt auf dem Hof von Uwe Bächt.

Gemeinsam gestalteten sie dort die Skulpturen aus Rimberger Sandstein. „Die erste gemeinsame Arbeit wurde übrigens 1988 ebenfalls in Neukirchen realisiert“, erläuterte Ritter. Es war die Schlange für das Kinderplanschbecken im Freibad. Reinhard Engel wünscht sich, dass die Skulpturen zur Besinnung nicht nur als etwas wahrgenommen werden, was im Garten steht: „Man sollte sich für den Rundgang Zeit nehmen und schauen, was im Inneren passiert – nachdenken, erarbeiten und diskutieren.“ WEITERE ARTIKEL

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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