Neun Künstler der Neuen Brücke zeigen Werke in der Kreissparkasse Ziegenhain

Von Seerose bis Totenkopf

Große Runde: Vor 80 Gästen wurden am Donnerstagabend alle neun Freizeitkünstler des Kunstvereins Neue Brücke vorgestellt. Laudatorin war Kunsthistorikerin Dr. Ellen Markgraf. Fotos: Rose

Ziegenhain. Neun Künstler des Vereins Neue Brücke stellen in den kommenden drei Wochen ihre Werke in der Kreissparkasse in Ziegenhain aus. Am Donnerstagabend wurde die Bilderschau von Paul-Gerhard Kurz, dem stellvertretenden Leiter der Marktdirektion Schwalm, Kunsthistorikerin Dr. Ellen Markgraf und Diethard Bersch, Vorsitzender des Kunstvereins, vor etwa 80 Gästen eröffnet. Für passende Musik sorgte Sören Flimm mit seinen Interpretation von Beatles-Songs.

Dr. Ellen Markgraf hielt die Laudatio und bediente sich zunächst den Worten Karl Valentins: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“ Denn ein Bild zu malen, sei keine Sache, die man mal eben mache. Vielmehr gehe es dem Künstler darum, das unmittelbar und unverfälscht wiederzugeben, was ihn zum Schaffen dränge.

Die Ausstellung zeigt verschiedene künstlerische Techniken sowie eine große Vielfalt: Porträts, Landschaften, Metamorphosen, Abstraktes und Stillleben. Barbara Bersch stellt Reiseeindrücke, Pflanzen und Tierporträts aus. „Ihre Bilder animieren den Betrachter, sich Geschichten zu überlegen“, sagte Markgraf. Roswitha Lange übersetzt gefundene Zeitungsbilder in eigene Kompositionen. Markant sei an ihren Darstellungen die abstrahierende Auffassungsweise. Einen surreal anmutenden Totenschädel sowie menschliche Köpfe und Porträts zeigt Richard Liepner. Werner Dirlam bevorzugt klassische Bildthemen wie Landschaftsszenen und Blumenstillleben: „Seine Umsetzung ist perfekt“, beurteilte Markgraf.

Mit variierenden Bildthemen beschäftigen sich die Malereien von Erika Schneider. „Ihr sprechendes Stillleben mit Eimer und herunter gelassener Hose ist mutig“, erklärte die Laudatorin. Helmut Brenzel experimentiert mit Flaggen-Motiven. Elke Kaufmann hat sich vom Seerosen-Thema Claude Monets inspirieren lassen. „Auffällig ist hier die Weichheit des Pinselstrichs“, sagte Markgraf. Dr. Edgar Freitag beschäftigt sich mit Hoffnung, Krieg und der Quadratur des Kreises. Im impressionistischen und expressionistischen Stil malt Sieglinde Berends. „Dabei tritt der Inhalt in den Hintergrund, der Farbauftrag ist pastos, weich, modellierend“, erläuterte die Laudatorin. Damit der Verein auch weiterhin Beziehungen zu befreundeten Künstlern pflegen kann, überreichte Kurz eine 350 Euro-Spende.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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