Edermünde stimmt Verfahrensbrief zu – Schwerpunkt auf regenerativer Energie

Segel setzen für Wende

Edermünde. „Wir wollen mitbestimmen und wir wollen mehr regenerative Energie“, das sagte Edermündes Bürgermeister Karl-Heinz Färber in der Sitzung der Gemeindevertretung. Einstimmig verabschiedeten die Fraktionen den Verfahrensbrief zum Kauf der Stromnetze und der Gründung des kommunalen Unternehmens Enerkom.

Die CDU in Edermünde sei mit ihrer Meinung der Landes-CDU voraus, erwiderte SPD-Fraktionsvorsitzender Günter Rudolph auf das klare Ja von Ruth Pfannstiel (CDU-Fraktionsvorsitzende) zur dezentralen Energiegewinnung. Pfannstiel hatte weiter gesagt, dass die Energiegewinnung vor Ort ein wichtiger Schritt sei, die Versorgung langfristig sicherzustellen.

Die Arbeitsgemeinschaft der Grünen zur Rekommunalisierung der Stromnetze hatte Vorschläge in den Verfahrensbrief eingearbeitet. Fraktionsvorsitzendem Oliver Steyer fehlen indes zwei wichtige Aspekte bei der Partnersuche. Die AG habe sich für eine kürzere Laufzeit des Vertrages mit dem künftigen Partner und Energieversorger ausgesprochen. Der Markt und die gesellschaftliche Entwicklung sei so schnelllebig, dass eine Laufzeit von zehn Jahren sinnvoller sei als eine von 20 Jahren. Außerdem müsste der neue Partner bereit sein, die Netze auszubauen, denn ohne Investitionen in diese sei eine Erweiterung des Anteils regenerativer Energie, die eingespeist werde, kaum möglich.

Auch Wärme als gleichberechtigter Energielieferant sollte bei der Partnersuche festgeschrieben werden. Der für die Städte und Gemeinde tätige Berater hatte dies nicht ins Konzept aufnehmen wollen, da sonst in dieser frühen Phase eine zu große Limitierung bei der Partnerwahl das Resultat sein könnte.

„Die Kommunen könnten die Energiewende vollziehen“, sagt Günter Rudolph. Allerdings müssten sie dazu auch in die Lage versetzt werden. Damit appellierte er an die Gesetzgeber, Kommunen zu befähigen, bei der Energiegewinnung wirtschaftlich tätig zu werden.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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