Auf dem Segelflugplatz maßen sich Armee-Fallschirmspringer

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Nach der Landung: Den Schirm provisorisch über die Schulter gelegt, kehrten diese Springer auf dem Segelflugplatz in Ziegenhain zu ihren Mannschaften zurück.

Ziegenhain. Bestes Sprungwetter belohnte die Anstrengungen der Teilnehmer des 16. internationalen Fallschirmjägerwettkampfs beim Springen der Freifaller auf dem Segelflugplatz in Ziegenhain. Nach der Verlegung der Division für spezielle Operationen (DSO) von Regensburg nach Stadtallendorf wurde der Wettbewerb bereits zum zweiten Mal in der Region ausgetragen.

Sieben Mannschaften, darunter Gäste aus Polen und den Niederlanden, kämpften zusammen mit je einer Mannschaft der Luftlandebrigaden 26 und 31, des Kommandos Spezialkräfte, der Fernspählehrkompanie 200 und der Gebirgsjägerbrigade 23 um die begehrten Auszeichnungen.

Den Auftakt bildeten bodengebundene Leistungsvergleiche im Kleiderschwimmen, Geländelauf und Schießen. Höhepunkt des Wettbewerbes waren die beiden Fallschirmsprungtage auf dem Ziegenhainer Platz. Vier Wertungssprünge standen für jede Mannschaft auf dem Programm.

Für den ersten Durchgang verwendeten die Veranstalter von der Stadtallendorfer DSO eine Transportmaschine vom Typ Transall C-160, die vom Flughafen Kassel Calden gestartet war und sich dann in einer Höhe von 2500 Metern dem Flugplatz näherte.

Wettbewerb der Armee-Fallschirmspringer

Mit einem Sprung verließen alle Mannschaften nacheinander die Maschine – darunter auch Schiedsrichter, ebenfalls mit angelegter kompletter Sprungausrüstung, die vorher in der Maschine die vorschriftsmäßigen Vorbereitungen überwacht hatten.

Genau festgelegt war der Absprung: Die Springer müssen über die offene Heckklappe die Transall rückwärts und vorwärts verlassen. Zudem sprangen die Teilnehmer den sogenannten „Speedstar“: Fünf Männer müssen sich im freien Fall schnellstmöglich zu einem Stern formieren und dabei an den Armen des anderen festhalten. Mit Videoaufnahmen der Schiedsrichter wurde später am Boden die Übung ausgewertet. Für Abweichungen von den Vorgaben gab es Punktabzüge.

Neben der Transall kam ein Bell-Transporthubschrauber zum Einsatz, der allerdings nur Platz für jeweils eine Mannschaft bot. „Dort ist es wegen der Enge oftmals schon ein Problem, die Maschine schnell und möglichst geschlossen zu verlassen“, erklärte Major Thomas Supe.

Und Arbeit gab es für die sogenannten Freifaller auch nach der Landung auf sicherem Boden, denn für das ordnungsgemäße Packen ihrer Schirme zwischen den einzelnen Sprüngen waren die Männer auch selbst verantwortlich. (yaw)

Quelle: HNA

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