Melanie, Marius und Marvin Jäckel aus Schrecksbach feiern morgen Konfirmation

Segen für die Drillinge

Freuen sich auf ihr großes Fest: Die Drillinge Marius, Melanie und Marvin Jäckel (von links) werden morgen in der Schrecksbacher Kirche gemeinsam eingesegnet. Foto: Rose

Schrecksbach. Seit ihrer Geburt vor 14 Jahren halten Melanie, Marius und Marvin ihre Eltern Hilde und Falk Jäckel aus Schrecksbach ordentlich auf Trab: „Wenn ich mich zurück erinnere, dann war der Alltag mit Drillingen ein echter 24-Stunden-Job“, erzählt ihre Mutter. Aus den drei Knirpsen sind mittlerweile Teenager geworden. Den Ton geben die Drei zuhause trotzdem noch an. „Ich glaube, wenn die Kinder zusammen eingesegnet werden, muss ich nach den Taschentüchern greifen“, sagt Hilde Jäckel. Am Sonntag feiern die Drillinge, wie viele andere Jugendliche in der Schwalm auch, Konfirmation.

Nicht nur für das Trio, auch für seine Eltern ist dieser Tag ein besonderer: „Das ist ein großer Schritt zum Erwachsenwerden“, sagt Melanie Jäckel, die älteste der Drei. Marvin, der vom Rest der Familie liebevoll „kleiner Uzer“ – also Quertreiber – genannt wird, sagt gerade heraus, was er mit dem Fest verbindet: „Danach darf man auch mal Alkohol trinken“, erklärt der 14-Jährige.

Klare Regeln für die Zukunft

Künftig länger weggehen zu dürfen, auch das ist im Hause Jäckel in Verbindung mit der Konfirmation Gesprächsthema: „Da laufen die Verhandlungen schon seit längerem“, erzählt die Mutter. Nach wie vor gebe es aber klare Regeln. „Die Drei müssen sich an die vorher besprochenen Zeiten halten“, sagt Hilde Jäckel. Dass sie sich auf ihre Drillinge da verlassen kann, darüber ist die Schrecksbacherin froh: „Die Konfirmandentruppe ist super – nach der letzten Stunden haben sie einen Tisch bestellt und den Pfarrer zum Essen eingeladen“, erzählt Jäckel.

Während früher Klassiker für die Aussteuer, also Handtücher oder Geschirrtücher, verschenkt wurden, geht der Trend heute zum Geldgeschenk. Melanie möchte sich nach dem Fest mit einem kleinen Teil des Geldes einen Wunsch erfüllen: „Ich würde mir gern ein neues Handy kaufen“, erzählt die 14-Jährige. Bruder Marius will, wie seine Geschwister auch, das meiste für den Führerschein sparen. „Das haben uns unsere Eltern so empfohlen“, fügt Marvin trocken hinzu. Allen dreien ist es wichtig, morgen gemeinsam vor den Altar zu treten: „Wir sind ja auch gemeinsam zur Welt gekommen“, sagt Melanie.

Bei aller Gemeinsamkeit war es doch den Eltern immer wichtig, dass jedes ihrer Kinder seine Persönlichkeit entwickelt und jedes seine Freundschaften pflegt. „Im Kindergarten waren sie deshalb bewusst in unterschiedlichen Gruppen.“ In der Grundschule in Schrecksbach war das nicht möglich. Heute gehen die Drei in dieselbe Klasse der Steinwaldschule. „Wenn wir Vertretungslehrer haben, wundern die sich schon, dass drei Mal der Name Jäckel auf der Liste auftaucht“, erklären die Teenager. Melanie, Marius und Marvin haben unterschiedliche Hobbys: Melanie tanzt in der Trachtengruppe, Marvin spielt Schlagzeug und geht zum Kickboxen, während Marius die Feuerwehr und Badminton mag. Die Drei sind eben gleich – aber doch auch grundverschieden.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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