Sport für Schüler in der Pommernanlage - Leiter der Bonhoeffer-Schule nicht zufrieden

Aus für Sporthalle der Pommernanlage trifft Bonhoeffer-Schule hart

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Kein Sportunterricht mehr möglich: Der ehemalige Sportplatz der Bundeswehr wird nicht mehr gepflegt.

Wolfhagen. Das Ende der Sporthalle in der Pommernanlage trifft vor allem die Dietrich-Bonhoeffer-Schule. Die Halle fällt somit für den Sportunterricht weg. Schulleiter Klaus Schenkel sagt offen: „Bei Frost haben wir ein echtes Problem.“

Im Sommer könnten die 35 Schüler den Hartplatz hinter dem Schulgebäude in der Ex-Kaserne nutzen, im Winter sei dies aber oft nicht möglich. Die Kaserne eigne sich gut für Läufe, das Gelände ist schließlich groß genug. Auch habe man auf dem großen alten Bundeswehrsportplatz ab und an Sport getrieben, dort sei das Gras aber mittlerweile so hoch gewachsen, dass dieses Gelände ebenfalls nicht mehr zur Verfügung steht. Und gemäht wurde dort schon lange nicht mehr.

Wenn der Sportplatz nun für Übungseinheiten wegfällt und das Wetter nicht mitspielt, müsse der Sportunterricht ausfallen, weil auch die Halle an der Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen komplett begelgt sei, so Schenkel: „Dann werden halt Wanderungen gemacht.“ Mit dem eigentlich im Lehrplan vorgesehenen Sportunterricht habe das allerdings nichts zu tun. Schenkel: „Ich sehe hier keine Lösung.“

Die Privatschule aus Immenhausen ist seit zwei Jahren mit einer Außenstelle in der Ex-Kaserne beheimatet. Im ersten halben Jahr habe man noch die alte Bundeswehrhalle nutzen können, doch danach wurde sie geschlossen. Vor wenigen Woche hatte Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake gegenüber der HNA erklärt, dass für die Sanierung der Halle das Geld fehle.

Auch der Landkreis Kassel hat an dieser Stelle keine Lösung. Er ist nicht der Schulträger für die Privatschule. „Wenn die Stadt die Halle gekauft hätte, hätten wir für die Herwig-Blankertz-Berufsschule einen Mietvertrag abgeschlossen“, sagt der Landkreissprecher Harald Kühlborn. Ein solcher Vertrag hätte dann auch vom Schulträger Hephata mit der Stadt Wolfhagen zustande kommen müssen. Fakt ist aber, es gibt einen Kaufinteressenten für die alte Halle. Nach HNA-Informationen soll dieses Gebäude jedoch nicht mehr für den Sport genutzt werden.

Hans Franke, Geschäftsführer der Firma Energy Glas, hat großes Interesse, den neben dem Unternehmen gelegenen Ex-Bundeswehrsportplatz zu kaufen. Energy Glas könne das Gelände gut als Reservefläche gebrauchen, Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) liefen seit längerem.

Der Geschäftsmann aus Altenstädt sagt gegenüber der HNA, sollte das Gelände aber für soziale Zwecke benötigt werden, werde man einem Sportunterricht dort als Eigentümer nicht im Wege stehen.

Quelle: HNA

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