Fred Stödtler hat sich mit seinem Ferrari einen Wunsch erfüllt

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Probesitzen: Allmuthshausens Ortsvorsteher Gerhard Barton durfte in dem Ferrari 348 von Autoliebhaber Fred Stödtler Platz nehmen.

Allmuthshausen. Zugegeben, es fällt Fred Stödtler etwas schwer, wenn er in sein Auto steigt. Der rote Flitzer ist sehr niedrig, und ein wenig eng ist es auch im Innenraum, doch das alles schmälert für den 75-Jährigen nicht den Wert seines Wagens. Er liebt den Wagen der italienischen Edelmarke Ferrari.

Der Ferrari 348 gts steht seit etwas mehr als zwei Jahren in der Garage von Stödtler. Damit hat er sich einen Lebenstraum erfüllt. „Besser spät als nie“, sagt der Senior und lacht. Gleich neben dem Ferrari in der Garage im kleinen Homberger Stadtteil Allmuthshausen liegen auf einer Werkbank Poliertücher und Werkzeuge. Denn Stödtler ist ein Tüftler. Einer, der selbst dafür sorgt, dass seine Autos am Laufen bleiben.

„Das ist keine Auto für Weicheier.“

Mit einem Augenzwinkern räumt er ein, dass sein Traumauto die meiste Zeit in der Garage steht. „Ich fahre nur, wenn es trocken ist“, sagt Stödtler. Ihm ist es wichtig, dass der 15 Jahre alte Wagen gepflegt bleibt.

Stolz öffnet er das Heck und deutet auf den Motorraum. „Der sieht aus wie neu. Ich mache ihn mit einem Zahnstocher sauber“, sagt der Autoliebhaber. Und beim Einsteigen in seinen Ferrari achtet er darauf, dass er nicht auf den Schweller tritt. „Da sollten keine Kratzer drauf kommen“, sagt Stödtler zu Ortsvorsteher Gerhard Barton, der zur Probe in dem Wagen Platz nimmt. Kein Zweifel, sein Ferrari ist ein Geschoss, dass viele Männerherzen höher schlagen lässt – auch das des Ortsvorstehers. Der Wagen kann in 5,4 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer beschleunigen (siehe Hintergrund).

Wenn er mit dem Ferrari auf den Straßen des Landkreises unterwegs sei, werde ihm oft nachgesehen, sagt Stödtler. „Anfangs war das toll“, sagt er. Mittlerweile sei es ihm manchmal lästig. Er wolle seinen Wagen doch einfach nur genießen.

Genuss im Festzug

Genießen wollten auch die Allmuthshäuser den Flitzer – in ihrem Festzug. Doch erteilte Stödtler ihnen eine Absage. „Das ist kein Wagen, mit dem man lange stehen und dann langsam anfahren kann“, sagt er und hebt die Schultern.

„Ich wollte nicht, dass er mir im Festzug ausgeht und ich liegen bleibe“, sagt er. Genießen konnten die Allmuthshäuser dennoch – einen auf Hochglanz polierten Käfer – ein altes Cabrio-Schätzchen von Stödtler.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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