Falko Strasser ist neuer Hausleiter vom Möbelhaus Dickhaut in Homberg

Seine Farbe ist jetzt Orange

Sieht seine Zukunft in Homberg: Falko Strasser Foto: Sonnabend

Homberg. Orangefarbene Krawatte zu grauem Anzug: Falko Strasser fügt sich farblich bereits gut in das Bild des Möbelhauses Dickhaut ein. Der 49-Jährige identifiziert sich mit seinem Arbeitgeber: Er ist neuer Hausleiter des Möbelhauses.

Der Vater von zwei Töchtern (vier und 19 Jahre alt) lebt seit zehn Jahren in der Region. Ursprünglich kommt er aus Bayern: „Hessen ist meine Wahlheimat.“ Zuletzt musste er ein ganzes Stück pendeln – er arbeitete in Würzburg. Sein neuer Arbeitsplatz in Homberg ist näher an seinem Wohnort Kirchhain.

„Als kleineres Möbelhaus können wir schneller und individueller auf Kundenwünsche eingehen.“

Falko Strasser

Bisher habe er in „sehr großen Häusern mit 60 000 Quadratmetern Verkaufsfläche“ gearbeitet. Es sei ein Vorteil für das Möbelhaus Dickhaut, das nur eine 8 000 Quadratmeter große Verkaufsfläche hat: „Ich kenne die Schwächen der Großen“, sagt Strasser.

„Als kleineres Möbelhaus können wir schneller und individueller auf Kundenwünsche eingehen.“ Deshalb soll bald auch noch einmal umgebaut werden: Als Reaktion auf Kundennachfragen wird das Sortiment der Fernsehsessel erweitert. Noch vor Weihnachten soll der Umbau abgeschlossen sein. Bei den Kosten dafür handle es sich um eine sechsstellige Summe.

Als Hausleiter führt Strasser nun 30 Mitarbeiter: „Ich kenne mich mit Möbeln sehr gut aus, aber das ist unwichtig: Wichtiger ist es, Menschen mit Freude zu führen. Und ich glaube, das gelingt mir ganz gut.“ Seit September gibt es auch einen Auszubildenden: „Im nächsten Jahr soll es auch wieder zwei bis drei Auszubildende geben.“

Möbelhaus Dickhaut ist das zweitälteste Möbelhaus Deutschlands. Im vergangenen Jahr war das Homberger Familienunternehmen insolvent gegangen. Bis Anfang Juni wurde es als Teil der Schaumann-Gruppe für vier Millionen Euro umgebaut und neu eröffnet. Strasser meint, dass sich diese Investition gelohnt hat: „Es läuft gut.“ Er merke jetzt schon, dass die Kunden wieder zurück kommen und man ihr Vertrauen gewinnen könne. „Es hätte Homberg schwer getroffen, wenn das Möbelhaus geschlossen hätte – es ist ein wichtiger Magnet für die Stadt.“ Und laut Strasser wird das so bleiben: „Ich bin mir sicher: Wir werden in zwei Jahren 275 Jahre Möbelhaus Dickhaut feiern.“ (nos)

Quelle: HNA

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