Firmenjubiläum: Mosheimer Schreinerei Kirchhoff besteht seit 150 Jahren - Geburtstagsfest mit 300 Gratulanten

Seit Generationen dem Holzhandwerk treu

Ziehen in der Werkstatt an einem Strang: von links Ludwig Kirchhoff, André Kirchhoff, Frank Lengemann und Nino Amos an einem Werkstück für ein Melsunger Dorfgemeinschaftshaus. Foto: Grugel

Mosheim. Ob Treppen, Möbel, Türen, Fenster oder gleich ganze Wohnungseinrichtungen und Innenausbauten - seit 150 Jahren sind die Dienste der Mosheimer Schreinerei Kirchhoff gefragt. Seinen 150. Geburtstag feierte das Traditionsunternehmen jetzt mit 300 Gästen.

Auch künftig soll die Schreinerei klein und fein bleiben, wünscht sich Meister André Kirchhoff, der von Malsfeld aus zusammen mit Firmeninhaber und Meister Ludwig Kirchhoff, Geselle Frank Lengemann und dem Auszubildenden Nino Amos in der Mosheimer Werkstatt an einem Strang zieht. Aufträge kommen aus dem Gebiet zwischen Kassel und Frankfurt am Main. Sie reichen unter anderem von Reparaturwünschen über den historischen Fensterbau für denkmalgeschützte Häuser bis hin zu Möbeln nach Maß.

Klein und fein - das spiegelt auch die Technikphilosophie der Meisterwerkstatt wider. Da können einerseits Maßmöbel mit dem Kunden in individuellen Design- und Preisvarianten am Computer ausgesucht und gestaltet werden - große computergesteuerte Industriemaschinen zur Herstellung von Serienprodukten sind dagegen nicht im Einsatz.

So gestaltet sich denn der Schreinerberuf in der Mosheimer Werkstatt Am Berg nach wie vor ausgesprochen abwechslungsreich. „Man kommt viel rum und mit vielen Leuten zusammen“, sagt André Kirchhoff. Die Gründungsväter der Schreinerei starteten im September 1860 mit einer Hobelbank und einfachen Werkzeugen wie Hobel, Hammer, Zange und Säge. Sie erwarben 1900 den Metzschen Hof und bauten 1922 die Schreinerei.

Der heutige Firmenbesitzer und Meister Ludwig Kirchhoff trat 1982 in die Firma ein und erweiterte sie mehrfach durch An- und Umbauten unter anderem um Lager- und Büroräume. Sein Sohn André Kirchhoff trat vor elf Jahren ins Unternehmen ein. Und so könnte es eigentlich immer weiter gehen. Denn sollte André Kirchhoff seinen Sohn Jannis ebenfalls motivieren können, das Schreinerhandwerk zu erlernen, könnte eines Tages die siebte Generation in der Schreinerei Kirchhoff am Ruder sein. (lgr)

Quelle: HNA

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