Tag der offenen Tür war in der Schulsternwarte

Seit 20 Jahren mit Blick nach oben

Weltraum-Erklärer: Siegfried Hägerich von der Sternwarte am Sonnenteleskop. Foto: Först

Gudensberg. Ein gutes Teleskop, das weiß Marvin Branham aus Kassel, kostet locker so viel wie ein Kleinwagen. Der Hobbyastronom war in Gudensberg zu Gast, um die Schulsternwarte zu besuchen. Diese hatte zum Tag der offenen Tür und zum Treffen der Sonnebeobachter eingeladen.

Zum Thema des Tages gehörte neben Vorträgen über die Schöpfungsgeschichte im Bezug auf die Astronomie und dem Griff nach den Sternen, auch die Sonnenbeobachtung. Auf dem Gelände der Georg-August-Zinn-Schule wartete Siegfried Hägerich auf die Besucher, um auch Laien Rede und Antwort zu stehen. So gab es beim direkten Blick durch das Teleskop und am Computerbildschirm jede Menge Informationen.

„Die Aktivität der Sonne schwankt in einem elfjährigen Rhythmus, und die Anzahl der Flecken sowie der Protuberanzen sind ein Maßstab für die Aktivität der Sonne”, erklärte Hägerich. Protuberanzen sind Ausbrüche von leuchtendem Plasma entlang von Magnetfeldlinien auf der Sonnenoberfläche.

Sonne in knalligem Rot

In knalligem Rot zeigt sich die Sonne beim Blick durchs Okular des Teleskops, und wie zappelige Ärmchen zeigen sich an den Außenseiten der Sonne die Gasausbrüche. „Es gibt Tage, da sind sie gigantisch groß“, sagte Hägerich. Das bekomme man auch auf der Erde mit, in Form von Polarlichtern oder Störungen im Funkverkehr, wie beispielsweise bei Flugzeugen. Eine Ausstellung über 20 Jahre Astronomie in Gudensberg und die Besichtigung von Spezialteleskopen rundete das Programm ab. Seit 20 Jahren gibt es den Förderverein Schulsternwarte, heute mit 80 Mitgliedern. (zrf)

Quelle: HNA

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