Seit 25 Jahren für die Landwirte auf Erfolgskurs: Maschinenring Kassel feierte in Wolfhagen

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Geburtstagsgeschenk: Friedrich Schäfer (links), Landesverbandsvorsitzender der Maschinenringe Hessen, hatte als Geschenk zum 25-jährigen Bestehen des Maschinenrings Kassel ein Straßenreinigungsgerät mitgebracht. Darüber freuten sich (von links) Gründungsmitinitiator Christian Primus, Vereinsvorsitzender Erhard Hofmeyer und Geschäftsführer Reinhard Knipker. Foto:  zih

Wolfhagen. Der Maschinenring Kassel feierte im Festzelt auf dem Gelände der Biogasanlage in Wolfhagen sein 25-jähriges Bestehen.

Lob gab es bei dieser Gelegenheit von Friedrich Schäfer (Vöhl), dem Landesverbandsvorsitzenden der Maschinenringe Hessen. Er sprach von einem beispielhaften Erfolg des heute aus 450 Mitgliedern bestehenden Vereins mit inzwischen mehreren nachgeschalteten GmbH. Der Maschinenring Kassel, der am 21. Februar 1989 im Dorfgemeinschaftshaus Fürstenwald von 140 der 156 anwesenden Landwirte gegründet wurde, seiheute mit seinen 15 hauptamtlichen Mitarbeitern ein europaweit tätiges und hochqualifiziertes Dienstleistungsunternehmen mit einem jährlichen geschäftlichen Volumen von über zehn Millionen Euro.

Für die heimischen Landwirte

Seit der Gründung steht der Carlsdorfer Landwirt Erhard Hofmeyer an der Spitze des Vereins. Ebenfalls schon seit 25 Jahren leitet Reinhard Knipker als hauptamtlicher Geschäftsführer die Geschicke des Maschinenrings: „Das anfängliche Vereinsziel für eine regionale Wertschöpfung für die heimischen Landwirtschaft war, durch die optimale Nutzung nach Angebot und Nachfrage der auf den Höfen der Mitglieder vorhandenen landwirtschaftlichen Fahrzeuge und Geräte die Verringerung des Maschinenbesatzes und damit die teure Übermechanisierung der bäuerlichen Betriebe zu erreichen.“ Das sei auch gelungen, „macht heute aber nur noch etwa zehn Prozent unseres Geschäftes aus“.

Alternative Energien

Zum wichtigsten Standbein des Maschinenrings Kassel habe sich in den vergangenen zehn Jahren der Bereich der alternativen Energien entwickelt. Der Maschinenring Kassel als Partner und Fürsprecher der regionalen Landwirtschaft vom Schwalm-Eder-Kreis bis nach Göttingen und Northeim in Kooperation mit den Kommunen, Landkreisen und Fachbehörden fungiere heute nicht nur als unabhängiger Berater, Betreuer, Betreiber und Direktvermarkter von 240 Biogasanlagen in ganz Deutschland, davon allein 90 in Hessen, sondern ist auf dem Gebiet der Erneuerbaren auch in Italien und Finnland aktiv. Erhard Hofmeyer: „Im Beratungsbereich der alternativen Biogasenergie sind wir in Deutschland die Nummer eins.“

Die nächsten großen Geschäftsziele, wie die Direktvermarktung von Strom oder GPS-, also satellitengesteuerte Fahrsystemen in der Landwirtschaft, sind vom Maschinenring Kassel schon auf den Weg gebracht worden.

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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