Überwachung soll vorbeugen

Mobile Polizeieinheit kontrolliert den Verkehr im Schwalm-Eder-Kreis

Schwalm-Eder. Mit zusätzlichen Kontrollen durch eine mobile Einheit will die Polizei im Schwalm-Eder-Kreis seit Oktober 2010 erreichen, dass die Zahl der Verletzten und Toten bei Verkehrsunfällen geringer wird.

Da laut Unfallstatistik die meisten Verkehrsunfälle mit Personenschäden auf überhöhte Geschwindigkeit und/oder Alkohol- und Drogenmissbrauch zurückzuführen sind, setzt die Polizei auch dort an.

„Unsere verstärkte Kontrolltätigkeit war durch die Medien vorher ankündigt worden“, sagt Polizeisprecher Reinhard Giesa in einer Zwischenbilanz. Diese Vorankündigung sei Teil des Gesamtkonzeptes gewesen, denn Ziel sei es nicht, möglichst viele Autofahrer zu schnell oder betrunken oder unter Drogen festzustellen, sondern möglichst immer weniger dieser Verstöße anzutreffen.

In der mobilen Kontrolleinheit sind Beamte verschiedener Polizeidienststellen eingesetzt. Die Einheit ist unter anderem mit Handlasergeräten zur Geschwindigkeitsmessung sowie mit Alkohol- und Drogentestgeräten ausgestattet und im Schwalm-Eder-Kreis zu jeder Tages- und Nachtzeit unterwegs.

Seit Beginn der zusätzlichen Kontrollen wurden beim Thema Geschwindigkeitsüberschreitung 77 Ordnungswidrigkeitsanzeigen erstattet; 116 Fahrer müssen ein Verwarnungsgeld zahlen. Beim Fahren unter Alkohol-/Drogenkonsum wurden 22 Ordnungswidrigkeits- und 62 Strafverfahren eingeleitet. 13 Pkw-Fahrer fuhren ohne Fahrerlaubnis, ebenso 31 Zweirad-Fahrer. Bei den Motorrädern war es laut Giesa vor allem das „Frisierens“ der Fahrzeuge, das dazu führte, dass durch höhere Geschwindigkeiten auch eine höhere Führerscheinklasse nötig war.

Trotz der eindeutigen Schwerpunkte bei den Kontrollen der mobilen Einheit stellten sie jedoch auch 34 sonstige Verstöße fest wie Fahren ohne Sicherheitsgurt, Telefonieren während der Fahrt.

Vorbeugen

Die Kontrollen hätten sich schnell herumgesprochen, sagt der Polizeisprecher. In einer Diskothek würden die Gäste zum Beispiel auf die Aktivitäten der Polizei hingewiesen. „Das ist gut so“, sagt Giesa, denn man wolle Verstöße schließlich verhindern. Das Konzept ist auf mehrere Monate angelegt. (red)

Quelle: HNA

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