Edgar Fehring übergab seine neunbändige Sammlung über die Homberger Wehr dem heimatkundlichen Archiv

500 Seiten Feuerwehrgeschichte satt

Feuerwehrgeschichte auf 500 Seiten: Edgar Fehring sammelte in den vergangenen 20 Jahren Wissenswertes rund um die Homberger Wehr und machte kleine Broschüren daraus. Foto: Thiery

Wernswig. Edgar Fehring ist schon lange nicht mehr im aktiven Dienst der Feuerwehr. Der ehemalige Chef der Homberger Brandschützer kann es aber trotzdem nicht lassen, sich mit allem zu beschäftigen, was mit der Homberger Feuerwehr zu zu tun hat.

Der 75-Jährige baute das Feuerwehrmuseum am Homberger Stützpunkt auf und sammelte allerlei Historisches aus den Jahren seit 1880, als die Wehr gegründet wurde. In diesem Zusammenhang hat er die Homberger Feuerwehrgeschichte in neun Bänden zusammengefasst, die er jetzt dem heimatkundlichen Archiv in Homberg zur Verfügung stellte.

Exemplar in Museum

Dort soll es als Zeitdokument dienen und damit als wichtiges Zeichen an zweiter Stelle hinterlegt werden. Ein weiteres Exemplar ist im Museum der Feuerwehr untergebracht. Auf den 500 Seiten kann man dort nun Einblick in die Geschichte der Homberger Feuerwehr nehmen.

Historische Spritzen

Die Bände sind nach Kategorien geordnet: In einem Teil sind nur die alten Geräte zu sehen, die erste historische Spritze von 1899 ist abgebildet, die noch von Pferden gezogen wurden. Bilder dokumentieren die Ausstellung im Museum, die von Fehring und Jan Oldhaber in vielen Stunden mühsamer Kleinstarbeit zusammengestellt wurde.

Gürteleimer, Gurte und Beile, Motorspritzen und die Handdruckspritze der ehemaligen Turnerfeuerwehr aus dem Jahr 1864 sind ebenfalls dort zu sehen und mit Fotografien penibel illustriert.

Dort kann man auch die skurrilsten Fahrzeuge entdecken und Feuerwehrmänner in noch hellen Jacken betrachten. Weiteres Thema sind die Festschrift zum 125-jährigen Bestehen, Dokumentationen der Gerätehäuser in der Gemeinde sowie eine Sammlung aller Feuerwehrchefs.

Auch ein weiters historisches Schätzchen ist dabei: Der inzwischen verstorbene ehemalige Feuerwehrchef Hermann Böth berichtet darin von dem Einsatz der Homberger Feuewehr in der Bombennacht in Kassel im Oktober 1943 vor 70 Jahren.

Damals war die Homberger Feuerwehr mit ihrem Löschfahrzeug TSA ausgerückt, um Kassel in der größten Not zu helfen. Der Titel seines Aufsatzes lautet: Als der Himmel über Kassel blutrot war.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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