Seltene Entdeckung am Gombether See: Eistaucher von Route abgekommen

Seltene Beobachtung: Dieser junge Eistaucher rastet derzeit am Gombether See. Foto: privat

Gombeth. Eine seltene Beobachtung haben Vogelkundler am Gombether See gemacht: Sie haben einen jungen Eistaucher entdeckt. In Hessen ist es die erste Beobachtung dieser Art seit Dezember 2009.

Der Eistaucher brütet in Europa allein auf Island. Von dort beziehen die Tiere ihre Winterquartiere in den Küstengewässern von Irland bis Norwegen, sodass sie in Deutschland eine große Besonderheit sind. In diesem Winter wurden laut der Beobachtungsdatenbank www.ornitho.de nur 13 weitere Eistaucher im Binnenland von Vogelkundlern festgestellt.

„Der junge Eistaucher muss durch Winde von seiner ursprünglichen Route abgekommen sein“, sagt Andrea Krüger-Wiegang von der Storchenstation Wabern. Mit der Beobachtung zeige sich die große Bedeutung der Borkener Seen für rastende Wasservögel.

Eistaucher zählen zur Familie der Seetaucher und sind perfekt an das Wasserleben angepasst. Sie können bis zu 70 Meter tief tauchen und länger als zwei Minuten unter Wasser bleiben, um dort Fische und Krebse zu erbeuten. Ihre Flugeigenschaften sind eher gering ausgeprägt, zum Starten von der Wasseroberfläche benötigen sie 20 bis 30 Meter Anlauf.

Die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) bietet am Sonntag, 17. Januar, eine Exkursion zum Gombether See an. Informationen bei Manfred Gunia unter Tel. 0152-28080421 und per Mail an hgon-hr@t-online.de.

Quelle: HNA

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