Gudensberger mit über 90 Prozent als Direktkandidat für Bundestagswahl nominiert

CDU setzt fest auf Siebert

Viel vor: Bernd Siebert will für die CDU als Direktkandidat des Schwalm-Eder-Kreises und den ehemaligen Kreis Frankenberg in den Bundestag einziehen. Unterstützung bekommt er dabei von seiner Frau Erika sowie Dirk Hofmann und Mark Weinmeister (rechts).

Bad Zwesten. Die CDU Wahlkreisdelegiertenversammlung des Bundestagswahlkreises 170, der den Schwalm-Eder-Kreis und den ehemaligen Kreis Frankenberg umfasst, hat ihren Direktkandidaten für die Bundestagswahl nominiert: Bernd Siebert wird bei der Wahl im nächsten Herbst antreten.

Der 63-Jährige war der einzige Kandidat und erhielt 145 der 164 abgegebenen Stimmen. 16 Mitglieder stimmten gegen ihn und drei enthielten sich. Noch bevor er sagen konnte, dass er die Wahl annimmt, brandete im Bad Zwestener Kurhaus ein lang anhaltender Applaus für Siebert auf. Der sagte danach sichtlich zufrieden: „Eine Quote von über 90 Prozent, das ist ein hervorragendes Ergebnis. Selbstverständlich nehme ich die Wahl an.“

„Ein nicht ganz unbekannter Kandidat.“

Mit Bernd Siebert hat sich die CDU für einen Mann entschieden, der bereits lange im politischen Geschehen in Berlin mitmischt. Seit 1994 ist der Gudensberger Mitglied des Bundestages. Auch künftig werde es seine wichtigste Aufgabe sein, die Interessen seiner Heimat in Berlin zu vertreten.

Siebert schwor in seiner Wahlrede die Delegierten auf den Wahlkampf ein. Dabei blickte er nach vorn: Die Autobahn 49 sei wichtig für die Menschen in der Region. Nun sei das Geld für den Bau des Tunnels da. Die Bauzeit dafür betrage etwa drei Jahre. Weitere zwei Jahre nehme der Bau der Trasse in Anspruch. Er gehe davon aus, dass auch die Strecke zwischen Schwalmstadt und Kassel dann nahtlos weitergebaut werde. In fünf bis sieben Jahren könne man die A49 dann endlich zu den Akten legen, „weil sie dann gebaut sein wird“.

Dicke Bretter bohren

Er werde auch weiterhin für die A4 zwischen Olpe und Hattenbach kämpfen, sagte Siebert. Doch gelte es dabei noch viele dicke Bretter zu bohren. Daher könne er auch keine zeitliche Prognose abgeben. Klar sei aber, dass eine Bundesstraße 508N nicht die Lösung ist, die das Frankenberger Land brauche. „Wir brauchen den Lückenschluss.“

„Wenn ich länger als 30 Minuten rede, kostet mich jede weitere Minute fünf Prozent der Stimmen.“

Siebert blickte auch zurück: „Alle vier Bundeswehrstandorte sind erhalten geblieben. Das ist nur in meinem Wahlkreis gelungen.“ Für die Standorte Frankenberg, Fritzlar, Schwarzenborn und Homberg habe er an Entscheidungen mitgewirkt und sei stolz darauf, was man habe erhalten können. Siebert dankte seiner Frau Erika und seinen beiden erwachsenen Söhnen und er dankte den Stadt- und Gemeindeverbänden für die Unterstützung: „Wer so lange für einen Wahlkreis tätig ist, der befindet sich nicht in einem Freundes- sondern in einem Familienkreis.“

Außerdem stärkte er Bundeskanzlerin Angela Merkel den Rücken und setzt auf deren Rückendeckung. „Wir hoffen mit ihrer Unterstützung diesen Wahlkreis bei der Wahl direkt zu ziehen. Das ist das Ziel.“ Immer wieder applaudierten die Delegierten während Sieberts Rede.

Quelle: HNA

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