Infos zum Solarpark und der Renaturierung von Bächen

Waldbegang: Wie sich die Natur dem Klima anpasst

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Infos zum Zustand des Waldes: Friedrich Vollpracht (Hessen-Forst) informiert beim Waldbegang über den Klimawandel und die Klimaanpassung des Waldes.

Wolfhagen. Über etwas körperliche Fitness mussten sie schon verfügen, die Teilnehmer des Waldbegangs der Stadt Wolfhagen, der traditionell immer am Dienstag nach Pfingsten stattfindet. Rund sechs Kilometer lang war die Wanderstrecke, fast die Hälfte davon ging es vom Ortseingang Richtung Nothfelden stetig bergauf.

Bis zur Wolfsschänke auf dem Gipfel des 372 Meter hohen Ofenbergs. Alljährlich informiert die Stadt Wolfhagen beim Waldbegang über den Zustand des Waldes und stellt zudem verschiedene Projekte vor.

Infos über den Solarpark

Den Anfang machte diesmal Dieter Spangenberg von den Stadtwerken Wolfhagen. Er berichtete über den im vorigen Jahr in Betrieb gegangenen Solarpark an der Bundesstraße 450 zwischen der Kernstadt und Gasterfeld. Der zwei Kilometer lange Solarpark erzeugt aktuell zehn Millionen Kilowattstunden. Damit können 3000 Haushalte rund um die Uhr versorgt werden. Er ist derzeit mit 18 Hektar der flächemäßig größte seiner Art in Hessen und ist je zur Hälfte im Besitz der Stadtwerke sowie einer Bürgergenossenschaft.

Thema Nummer zwei stellte Stefan Schmidt vom städtischen Umweltmanagement vor. Er sprach über die geplante Renaturierung des Mühlen- und Dusebaches, im Bereich der am Klärwerk angrenzenden Flächen sowie im Verlauf der Erpe vor und hinter dem Wasserschloss Elmarshausen.

Natürlich stand bei dem Waldbegang auch der Wald auf der Agenda. Friedrich Vollpracht vom Hessen-Forst sprach über die Auswirkungen des Klimawandels und die daraus resultierenden Probleme für die Waldwirtschaft. „Den Klimawandel können wir nicht mehr stoppen. Schlimm sind die sich daraus ergebenen Extreme, die auch bei uns zunehmen, wie Orkane oder fehlender Bodenfrost in den Wäldern“, sagte Vollpracht. Deshalb will das Forstamt Wolfhagen ein Modell (Klimzug-Projekt Nordhessen) auf den Weg bringen, bei dem der Umbau zu einem klimaangepassten Wald absolute Priorität besitzt - gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern wie den Kommunen als Waldbesitzern.

Während und nach einem deftigen Eintopf auf dem Ofenberg wurde ein weiterer wichtiger Bestandteil eines jeden Waldbegangs gepflegt: das Gespräch miteinander. (zih)

Quelle: HNA

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