WM-Gucken trotz Brand: ASV hat sich vom Schock erholt

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Lassen sich die Freude an der WM nicht nehmen: Peter Heinemann vom ASV Schnellrode lädt für heute Abend zum Fußballgucken ins Zelt ein. Im Hintergrund das Vereinsheim, das vorigen Montag abgebrannt war.

Schnellrode. Zaubern können sie nicht, aber ganz fix organisieren: Obwohl vor genau einer Woche ihr Vereinsheim abgebrannt ist, laden die Mitglieder des Schnellröder Angelvereins für Montag zum Fußballgucken ein.

Möglich macht das die Tatsache, dass eines der beiden vereinseigenen Festzelte den Brand überstanden hat, weil es nicht im Vereinsgebäude, sondern in einer Gartenhütte gelagert war. In diesem Zelt hängt nun eine große Leinwand: Sie war den Trümmern gerettet worden, allerdings mit einem Brandschaden. Der obere Rand war komplett verschmort, der Rest aber noch brauchbar. Die Angler zögerten nicht lange und setzten einfach die Eisensäge an. Jetzt passt sie zwar maßgeschneidert ins Zelt, gibt aber auch noch deutlich Zeugnis vom Unglück: Sie riecht ein wenig angeschmurgelt.

Vereinsvorsitzender Peter Heinemann aber ist froh, dass dem ASV wenigstens noch diese wenigen Utensilien geblieben sind. Denn der Getränkeverkauf beim Fußballgucken, so hofft er, wird dem Verein Geld in die Kasse spülen. „Jeder Cent ist uns willkommen“, sagt der 51-Jährige.

Die Mitglieder haben sich mittlerweile vom Schreck erholt und wollen das Heim wieder aufbauen. Dafür werde jeder Euro benötigt, sagte Heinemann. An diesem Ziel arbeiten viele Schnellröder mit: Die Nachbarn haben - ganz unabhängig davon, ob sie Vereinsmitglied sind oder nicht - die geretteten Festzeltgarnituren abgekärchert, Sitzmöglichkeiten und Kühlschränke organisiert, Familie Klose stellt Strom und Wasser . Auch die Stadt Spangenberg habe dem Verein Unterstützung zugesagt, berichtet Heinemann.

Die kann er auch gut gebrauchen, immerhin beträgt der Schaden 100.000 Euro. Die Ursache für das Unglück ist noch nicht bekannt. (bra)

Quelle: HNA

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