Unfälle vermeiden: Junglandwirte absolvierten ein Fahrsicherheitstraining

Sicher auf dem Schlepper

Besonderes Fahrverhalten: Das Bremsen auf nasser Fahrbahn erforderte die volle Aufmerksamkeit der Fahrer. Foto: privat

Homberg. Die Argrarwirtschaftler der Fritzlarer Berufsschule besuchten in Homberg ein Schlepper-Fahrsicherheitstraining des Regionalbauernverbandes Kurhessen.

Volker Dippel, Präventionsberater bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau.(SVLFG), klärte die 20 jungen Landwirte der Reichspräsident Friedrich-Eber-Schule über die besonderen Unfallgefahren bei der Fahrt mit schnellen Traktoren und großen Anhängelasten auf.

Dabei wurde unter anderem deutlich, dass es insbesondere beim Bremsen mit stufenlos angetriebenen Schleppern immer wieder zu schweren Unfällen komme. Ursache sei in vielen Fällen eine Fehlbedienung des Fahrers, sagte Dippel.

Abgelenkt und nachlässig

Hinzu kämen Unaufmerksamkeit, Ablenkung, Überladung und Nachlässigkeit bei der Sicherheitsüberprüfung als häufige Unfallursachen. Deutschlandweit verunglückten jährlich 3000 Menschen bei Unfällen mit Erntemaschinen. Im Anschluss an den theoretischen Teil stellten die Teilnehmer ihr Können auf dem weitläufigen Gelände der Biogas Homberg GmbH und Co KG unter Beweis. Unter der Anleitung von Fahrlehrer Boy Paysen vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) standen den Absolventen vier Fahrzeugkombinationen für fahrpraktische Übungen zur Verfügung.

Die Fahrzeugbeherrschung im Grenzbereich, Ladungssicherung sowie der persönliche Gesundheitsschutz standen dabei im Vordergrund. Geübt wurden neben der Sicherheitsüberprüfung vor Beginn der Fahrt, das Einschätzen von Kippgefahren, die sichere Vollbremsung aus voller Fahrt, das Ausweichen bei Hindernissen sowie die Wirkung der großen Erntemaschinen auf Passanten am Straßenrand. Dabei erprobten die Schüler Ihr Können sowohl auf nasser als auch auf trockener Fahrbahn, berichten die Veranstalter. Unterstützt wurde das Fahrsicherheitstraining von der Claas Hessen GmbH, dem RWZ Technik Zentrum Homberg, dem Maschinenring Schwalm-Eder sowie der SVLFG. (jkö)

Quelle: HNA

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