Anwohner der Wierastraße in Treysa wollen Temporegulierung für Autofahrer

Sicherheit für Fußgänger

Übergabe im Rathaus: Renate Spanknebel händigte 1. Stadtrat Detlef Schwierzeck eine Unterschriftenliste aus. Sie und ihre Mitstreiter baten die Stadt um Einsatz bei ihrem Anliegen. Foto: Müller

Schwalmstadt. Einen festinstallierten Blitzer und damit ein geringeres Tempo der Autofahrer, die auf der Bundesstraße in Treysa unterwegs sind – das wünschen sich die Anwohner der Wierastraße. Renate Spanknebel übergab diese Woche etwa 200 Unterschriften an den ersten Stadtrat, Detlef Schwierzeck.

Die Forderung

Das hohe Verkehrsaufkommen in der Wierastraße, besonders, wenn auf der Autobahn Stau ist, beängstige und ärgere die Anwohner, sagte Renate Spanknebel. Sie hatte die Unterschriftenaktion angeregt. „Wir wünschen uns, dass die Stadt sich für etwas einsetzt, um das Tempo der Autofahrer zu regulieren.“ Bei der Übergabe der gesammelten Unterschriften betonten Spanknebel und ihre Mitstreiter, dass sie sich einen festinstallierten Blitzer in ihrer Straße wünschen. „Ich will keine Bestrafungen, sondern nur eine Regulierung der Geschwindigkeit“, sagte Spanknebel.

Leiden unter dem Tempo

Die Sicherheit der Fußgänger sehen sie gefährdet: „Als Fußgängerin fühle ich mich vergessen. Wir leiden unter dem Tempo.“ Besonders behinderten Menschen in Treysa seien gefährdet, weil sie die Geschwindigkeit der Autofahrer nur schwer einschätzen könnten, erzählte sie.

Das Angebot

Detlef Schwierzeck, erster Stadtrat Schwalmstadts, nimmt die Sorge und Bitte der Anwohner ernst, betont aber: „Wir müssen das mit dem Ordnungsbehördenbezirk besprechen. Wir können nicht einfach einen Blitzer aufstellen.“ Es seien bereits mobile Geschwindigkeitstafeln beantragt. Sobald die genehmigt seien, sollen sie in der Wierastraße aufgestellt werden, sagte Schwierzeck. Auch spreche aus seiner Sicht nichts gegen einen festinstallierten Blitzer in der Wierastraße – falls der Ordnungsbehördenbezirk einwillige.

Die Blitzer

In Treysa gebe es bisher nur einen festinstallierten Blitzer, sagt der Geschäftsführer des Ordnungsbehördenbezirks Borken, Frank Schröder, auf Anfrage der HNA. „Die meisten Messungen erfolgen aber mit mobilen Blitzern.“ Denn ein fester Blitzer müsse finanzierbar und technisch umsetzbar sein. „Bei einem festen Blitzer müssen Kabel verlegt werden, und es ist Strom nötig. Das muss alles erst einmal bezahlbar sein.“

Analoge Technik

Zudem funktionieren Blitzer weitestgehend mit analoger Technik, sagt Schröder. Das bedeutet: In den Blitzer muss immer ein neuer Film per Hand eingelegt werden. „Wir können nicht überall 24 Stunden am Tag messen. Das ist nicht möglich.“

Von Chantal Müller

Quelle: HNA

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