Stadt Gudensberg und Vereine engagieren sich für Ruine

Sanierungsarbeiten an der Obernburg gehen weiter

Bei Grabungen freigelegt: Die Mauer auf der Obernburg, die einst einen Keller begrenzte. Foto: privat

Gudensberg. Die Sanierungsarbeiten an der Ruine der Obernburg auf dem Schlossberg in Gudensberg gehen weiter. Laut der Stadtverwaltung wurden in den vergangenen Monaten die Reste der früheren Stadtmauer auf der Obernburg saniert. Damit sind mittlerweile fast alle freistehenden Stadtmauerreste erneuert worden.

Bei den Arbeiten hatte eine Spezial-Baufirma zunächst den Bewuchs aus den Zwischenräumen entfernt, ehe sie die Steinoberflächen mit einem Sandstrahlgerät behandelte. „Dadurch wurden die Verunreinigungen, die sich über die Jahre auf den Steinen angesammelt haben, weitgehend beseitigt“, erklärt Jürgen Hempeler, Mitarbeiter im Bauamt der Stadt Gudensberg.

In einem weiteren Schritt wurden die Fugen zwischen den Steinen mit Trockenmörtel ausgespritzt. Zuvor waren die Steine, die aus der Stadtmauer herausgebrochen waren, wieder an die entsprechenden Stellen eingesetzt worden. Die Sanierung fand in Zusammenarbeit mit dem Verein der Gudensberger Heimatfreunde statt.

Ähnlich liefen die Sanierungsarbeiten auf dem Plateau der Obernburg ab. Dort hatte das Team um Archäologe Dr. Eberhardt Kettlitz bei Grabungen für ein Multifunktionsgebäude Mauern freigelegt, die einst einen Keller begrenzten und andere Räume stützten.

Nachdem der Kellerraum mithilfe der Obernburgfreunde, Mitarbeitern des städtischen Bauhofs und Mitarbeitern des Forst- und Umweltdienstes Schwalm-Eder vollständig freigelegt war, musste die neun Meter lange Mauer gesichert und saniert werden.

Die Kosten für beide Projekte belaufen sich auf etwa 46.000 Euro. Sie werden mit einem Betrag in Höhe von 9000 Euro vom Landesamt für Denkmalpflege bezuschusst. (red)

Quelle: HNA

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