Aus der Sicht der Vögel: Andreas Strippel aus Harle lässt Drohne fliegen

Mit seinem Smartphone sieht er, was die Drohne sieht: Andreas Strippel (39) mit seiner Drohne „Phantom 3“ des Herstellers „DJI“ auf dem Heiligenberg in Gensungen. Foto: Mand

Harle. Drei Jahre ist es her, dass Andreas Strippel aus Harle sich seine erste Drohne gekauft hat. Seitdem ist der 39-Jährige fasziniert von der Perspektive aus der Luft.

Er hat bereits über 130 Flüge mit seinem Quadrokopter unternommen.

Andreas Strippel filmt schon seit er 16 Jahre alt ist. Früher hätte man aufwändige und kostspielige Helikopterflüge gebraucht, um die Aufnahmen machen zu können, die nun problemlos mit der Drohne möglich sind.

„Durch ihre kleine Größe kann man Perspektiven wählen, die selbst mit dem Helikopter nicht möglich wären,“ sagt Strippel begeistert. Vor allem das Präsentieren alter Bauwerke wie Burgen und Schlösser aus der Region interessiert den Filmemacher.

Noch vor ein paar Jahren war der Kauf eines Kopters verbunden mit viel technischem Verständnis und einem schwierigen Zusammenbau, wie man es eigentlich nur bei Modellfliegern kennt. Heute kann man gleich nach dem Kauf losfliegen. Gerade ungeschulte Piloten sollten daher vorsichtig und rücksichtsvoll mit dem Fluggerät umgehen.

Zurzeit wird die Benutzung von Multikoptern gesetzlich neu geregelt. „Über die Rechtslage muss sich jeder Pilot vor dem Flug informieren“, sagt Andreas Strippel.

Manchmal bekomme er Gänsehaut beim Fliegen, weil nicht auszuschließen ist, dass eine Drohne abstürzt. „Egal ob Wind, Funkverlust oder der eigener Abwind beim Landeanflug, es kann immer ein unerwartetes Problem auftreten. Über Menschenansammlungen oder Autobahnen fliege ich deshalb nie“, sagt er.

Der Harler besitzt eine Erlaubnis für den Aufstieg von unbemannten Luftfahrtsystemen. Damit sei er auf der sicheren Seite. „Darin ist die maximale Flughöhe von 100 Metern über dem Grund festgelegt, denn darüber hinaus beginnt der kontrollierte Luftraum.

Es gibt aber zahlreiche Ausnahmen, wie in der Nähe von Flughäfen, wo Piloten sich genau informieren müssen“, erklärt der 39-Jährige.

Grundsätzlich verboten ist das Fliegen außerhalb des Sichtbereiches. „Wenn ich Burgen oder Privathäuser umfliege, frage ich vorher den Eigentümer um Erlaubnis“, erklärt er. Dies sei wichtig, damit die Privatsphäre gewährleistet ist. Durch die sich schnell entwickelnde Technik werden Flugmodelle immer erschwinglicher für Privatpersonen. Ein im wahrsten Sinne des Wortes richtiger Wirbel hat sich um das fliegende Auge entwickelt.

Seine Drohne hat Andreas Strippel jetzt schon in den Bann gezogen. Seine Filme von Burgen und Ereignisse aus der Region präsentiert der 39-Jährige auf seinem YouTube-Kanal im Internet.

Von Elisa Mand

Hier geht es zu dem Youtube-Kanal

Quelle: HNA

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