Sieben Chöre aus dem Edertal traten beim Liederabend in Felsberg auf

Experiment beim Liederabend: Im Foto eine der vier Gruppen, die Bezirkschorleiterin Annette Willing für die Chorimprovisation bildete. Für das schöne Volkslied „Nun will der Lenz uns grüßen“ entstand ein neuer Chorsatz. Der Kanon war ein Ohrenschmaus. Fotos:  Schaake

Felsberg. Sieben Chöre aus dem Edertal boten am Samstagabend im Felsberger Bürgersaal einen bunten Melodienstrauß. Passend zur Jahreszeit stimmten die Gemischten Chöre des Bezirks - 120 Sängerinnen und Sänger - mit „Nun will der Lenz uns grüßen“ auf die neue Jahreszeit ein.

Das über zweieinhalbstündige Konzert war ein Ohrenschmaus. Bevor am Ende der Bezirks-Männerchor das Weinland und den Schäfer besang, gab es eine Überraschung: Unter der Regie der neuen Bezirkschorleiterin Annette Willing (Harmonie Gensungen) grüßte der Lenz ganz anders, ganz neu.

Die engagierte Chorleiterin sprach von einer Chorimprovisation und forderte alle im Saal heraus. Wie machen wir uns Volkslieder wieder zu eigen, wie kann man spielerisch mit unserem Liedgut umgehen? Darüber hatte sie sich Gedanken gemacht. Sie wollte einen Satz entstehen lassen, wie sie formulierte, „der auf keinem Papier steht“. Die Menschen im Saal teilten sich in vier Gruppen auf. Der Lenz erklang vierstimmig - eine Präsentation der besonderen Art. Einfach schön.

Liederabend von sieben Chören aus dem Edertal

Als Annette Willing zum Auftakt die Gemischten Chöre des Bezirks aufrief, war sie überrascht: „Es ist unglaublich, die Bühne reicht ja gar nicht aus. Die Männer können mich gar nicht sehen.“ Die Männer standen ganz hinten, und doch klappte alles perfekt.

Einen Ausschnitt ihres Könnens boten der Gemischte Chor Heßlar (Leitung Karl Reuter), der MGV Liedertafel Felsberg (Hans-Joachim Krönung), der Gemischte Chor Deute (Gisela Weber), der Gemischte Chor Harmonie Gensungen (Annette Willing), die Chorgemeinschaft Wolfershausen-Ellenberg (Gisela Weber), der Gesangverein Lohre (Hans-Joachim Krönung) und die Chorgemeinschaft Neuenbrunslar/Dissen (Jutta Müller).

Von der Rose bis zum Weinland, vom Ave Maria der Berge bis zu Mondes Schimmer, von der Abendruhe bis zum Wandern ist des Müllers Lust bewiesen die Chöre, dass sie die Tradition pflegen und Neuem aufgeschlossen sind.

„Mein kleiner grüner Kaktus“ des Deuter Chores war einer der Hits des Abends, und Chorleiterin Weber hatte sogar einen richtigen Kaktus dabei. (m.s.)

Quelle: HNA

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