22 künftige Helferinnen und Helfer des THW schlossen ihre Grundausbildung ab

Fit auf sieben Stationen

Enge Sache: Jürgen Duda, Alexandra Jedenak, Stefan Schäfer, Philipp Fahrenbach bei der Menschenrettung. Das Opfer - eine Puppe - wurde durch eine enge Röhre befreit. Fotos:  Michl

Wolfhagen. Die Situation war dramatisch, es kam auf jede Sekunde an. In einem nur von außen durch eine Röhre zugänglichen Keller eines eingestürzten Gebäudes befand sich eine schwerverletzte Person, die unverzüglich von dem vierköpfigen Team des Technischen Hilfswerks (THW) zur weiteren ärztlichen Versorgung mittels eines Schleifkorbes gerettet werden musste.

Dabei galt es, die Sicherung und den Schutz der eigenen beiden Helfer zu gewährleisten, die sich durch die schmale Röhre zu dem Unfallopfer vorarbeiteten. Zum Glück war das Ganze kein realer Fall, sondern eine nachgestellte Prüfungsaufgabe zum Abschluss der Grundausbildung von 22 zukünftigen Helfern des THW, darunter sechs Frauen, aus dem THW-Geschäftsführungsbereich Homberg/Efze.

Mehrmonatige Ausbildung

Nach der mehrmonatigen bundesweit einheitlichen Schulung und Ausbildung der Helfer im blauen Arbeitsanzug in den einzelnen Ortsverbänden fand nun die Prüfung im Wolfhager THW-Stützpunkt statt. Insgesamt musste dabei auf sieben Stationen das erlernte Können und Wissen unter den kritischen Augen der Prüfer unter Beweis gestellt werden. Neben der Personenrettung standen noch die Fachgebiete Arbeit mit Leinen und Spanngurten, Umgang mit Leitern, Holz- und Metallbearbeitung, Hebekissen und Umleitrollen, Tauchpumpe, Sandsackbarrieren, Schere, Spreizer und Feuerlöscher sowie Ausleuchten und Gefahrguterkennung auf dem Programm. Außerdem galt es, das Wissen über das THW, den Bevölkerungsschutz und das Verhalten im Einsatz unter Beweis zu stellen.

Martin Knobloch vom THW Wolfhagen: „Rund 80 000 Helferinnen und Helfer engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich im THW. Es sind Frauen und Männer aller Altersgruppen und Nationalitäten mit den unterschiedlichsten beruflichen und gesellschaftlichen Hintergründen. Menschen, die sich für Andere in Notsituationen einsetzen und keine Gegenleistung verlangen. Und die ihre Freizeit dem Schutz der Bevölkerung widmen.“

Eine solide Ausbildung ist dabei die Grundlage für gute Arbeit im Einsatz. „Denn“, so Martin Knobloch weiter, „das THW muss zu jeder Zeit einsatzbereit sein, Unglücke und Katastrophen sind nun einmal nicht planbar.“

Nach Abschluss der Grundausbildung ist das Lernen für die Helferinnen und Helfer jedoch noch keineswegs zu Ende, danach schließen sich weitere Spezialausbildungen an.

Quelle: HNA

Kommentare