Vorschläge aus Armeekreisen liegen vor

Siebert: Gute Chancen für Militärstandorte im Schwalm-Eder-Kreis

Bernd Siebert

Fritzlar. Die Chancen, dass auch in den kommenden Jahren Soldaten das Bild im Schwalm-Eder-Kreis prägen, sind gut. Der Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert (CDU), Mitglied im Verteidigungsausschuss, ist für die heimischen Standorte optimistisch.

Siebert bestätigte HNA-Informationen, nach denen es einen Vorschlag gibt, die Divisionen Spezielle Operationen (Stab in Stadtallendorf) und Luftbewegliche Operationen (Veitshöchheim) zusammenzulegen. Dies sei jedoch ein militärischer Vorschlag, über den politisch noch nicht entschieden sei. Für Schwarzenborn würde das Auswirkungen haben, aber nach Sieberts fester Überzeugung keine negativen.

Der CDU-Politiker wies daraufhin, dass der Truppenübungsplatz im Knüll einer der modernsten in Deutschland sei und damit von besonderer Bedeutung.

Auch für Fritzlar zeigte Siebert sich optimistisch. Der Standort steht in Konkurrenz zum fränkischen Roth, der wie Fritzlar zur Luftbeweglichen Brigade 1 gehört.

Ursprünglich sollte die Brigade 80 Exemplares des Kampfhubschraubers Tiger bekommen, inzwischen ist von 40 Tigern die Rede. Sollte das so kommen, könnte das für einen der beiden Standorte schlimmstenfalls das Aus bedeuten.

Aus militärischer Sicht scheint Fritzlar zurzeit die Nase vorn zu haben, zumal die Nordhessen bereits Erfahrungen mit dem Tiger haben. Allerdings ist die politische Entscheidung noch nicht gefallen. Eine Rolle könnte dabei spielen, dass Christian Schmidt (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium, seinen Wahlkreis in der Nähe von Roth hat.

Quelle: HNA

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