Siebert fordert: Kampfhubschrauber aus Fritzlar nach Afghanistan

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Einsatz: Die in Fritzlar stationierten Kampfhubschrauber Tiger und ihre Piloten sollen nach den Vorstellungen des Bundestagsabgeordneten Bernd Siebert (CDU) noch in diesem Jahr in Afghanistan eingesetzt werden.

Fritzlar. Noch in diesem Jahr sollen Kampfhubschrauber Tiger aus Fritzlar in Afghanistan eingesetzt werden. Das fordert der CDU-Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert. In Fritzlar sind zurzeit zwölf Hubschrauber des Typs beim Kampfhubschrauberregiment 36 stationiert,

„Es ist absehbar, dass unsere US-Verbündeten ihre Präsenz in Nordafghanistan im nächsten Jahr deutlich ausdünnen werden“, schreibt Siebert in einer Pressemitteilung. Für die amerikanischen Hubschrauber gebe es keinen adäquaten Ersatz, daher müssten deutsche Hubschrauber an den Hindukusch verlegt werden. Siebert schlägt vor, die Kampfhubschrauber Tiger im vierten Quartal dieses Jahres nach Afghanistan zu bringen.

Zwei Monate Training

Die jetzigen Tiger in Fritzlar sind nicht für den Einsatz konfiguriert, erklärte Major Dominic Grindel auf Anfrage der HNA. Vier für Afghanistan geeignete Tiger sollen aber im zweiten Halbjahr ausgeliefert werden. Die Piloten müssten zwei Monate in den Hubschraubern fliegen, um für den Einsatz fit zu sein. Das könnte sich zeitmäßig mit Sieberts Forderung decken. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte Grindel für das Regiment und die Brigade; entscheiden müsse die Politik.

In der Vergangenheit war es bei den Hubschraubern immer wieder zu Verzögerungen gekommen, unter anderem wegen defekter Kabel. Zuletzt habe es Probleme gegeben, weil Funkgeräte nicht mit denen der Amerikaner kommunizierten, so Siebert. Das sei jedoch behoben worden.

Hubschrauber und Piloten müssen fit sein für den Einsatz, manche Vorschriften in Deutschland seien jedoch „aufgebläht“, bemängelt Siebert. Doch langsam werde es Zeit für die Tiger, sagte er: „Wir können nicht jahrelang sagen: Wir kommen – und dann kommen wir nicht.“

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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