Unterstützung vom Land für den Kellerwaldturm: Bad Zwesten plädiert für Erhalt

Signal für Sanierung steht

Der Kellerwaldturm: Seit sieben Jahren soll der Aussichtspunkt saniert werden, jetzt gibt es erste Zeichen, dass es voran gehen könnte. Foto: Yüce

Bad Zwesten. Für die Sanierung des Kellerwaldturms gibt es ein positives Signal: Das Land Hessen will einen großen Teil der Kosten übernehmen, der Rest soll über eine Umlage der Mitglieder des Zweckverbandes Naturpark Kellerwald finanziert werden.

Eines davon ist auch die Gemeinde Bad Zwesten. Deren Parlaments-Vertreter sprachen sich in ihrer Sitzung für den Erhalt des Turmes aus. Hans-Peter Ziegler von der CDU hatte einen Antrag eingereicht, in dem er die Gemeindevertreter bat, sich für die Aussichtsplattform einzusetzen. „Der Turm soll nicht abgerissen werden“, sagte er. Er sei für den Bad Zwestener Tourismus wichtig, zumal sich der Kurort gerade im Wandertourismus weiter profilieren wolle.

„Den Turm sollte nie vollkommen abgerissen werden, wenn, um aufgebaut zu werden.“

Michael Ottemeier

Der Turm im Kellerwald zeigte kurz nach der Einweihung im Jahr 2006 schon Mängel. Die 28 Meter hohe Konstruktion wies stark erweiterte Fugen auf, weshalb er auch eine Zeitlang geschlossen werden musste, weil sich die Leimverbinder an der Konstruktion lösten. Jetzt ist er wieder begehbar, allerdings dürfen nicht mehr als 15 Personen gemeinsam den Aussichtspunkt betreten.

Von Abriss sei keine Rede gewesen, meinte Michael Ottemeier ( Bündnis 90/ Die Grünen), der für die Gemeinde im Zweckverband des Naturparks sitzt. Das sei eine Verunsicherung der Bürger, so der Parlamentarier. Ottemeier erklärte, dass sich der runde Tisch des Verbandes kürzlich getroffen habe, dessen Ansinnen sei es, den Turm auf jeden Fall zu erhalten, allenfalls könne es günstiger sein ihn erst abzureißen und dann wieder aufzubauen, erklärte er. Der Bad Zwestener Gemeindevertreter rechnet damit, dass jede Gemeinde 5000 Euro beitragen müsse, um den Turm zu sanieren. Bürgermeister Michael Köhler erklärte nun müssten Lösungen her, das könne kein Dauerzustand sein. Der SPD-Sprecher Robert Koch möchte, dass der Verband Naturpark-Kellerwald alles in die Wege leitet, um den Turm wieder voll nutzbar zu machen.

Bürgermeister Günter Schlemmer, als stellvertretender Vorsitzender des Kellerwaldvereins bestätigte auf Anfrage der HNA das Signal aus Wiesbaden, wollte aber keine Angaben über die Höhe der Zuwendungen vom Land machen, da immer noch untersucht werde, wie genau eine Sanierung aussehen kann und daher die Kosten noch nicht fest stünden. Jedenfalls sieht er auch, dass es nun voran gehen könnte, das Highlight des Tourismus in der Region zu erhalten. Das Land setzte sich sehr dafür ein, so Schlemmer.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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