Seit 25 Jahren 

Partnerschaftsjubiläum zwischen Neukirchen und Longpont

Neukirchen. 12.500 Menschen sind einander in 25 Jahren Städtepartnerschaft zwischen Neukirchen und Longpont-sur-Orge begegnet, sind in Familien, den Alltag und in den Klang einer anderen Sprache eingetaucht. 

Sie haben einander zu schätzen gelernt, Freundschaften geschlossen, in den Jahren Freud und Leid geteilt.

Dieses Wochenende werden sich Gründer und Organisatoren in der Knüllstadt daran erinnern. Selbstverständlich mit ihren Partnern, den Gästen aus Longpont.

Freuen sich auf die Gäste: (von links) Bürgermeister Klemens Olbrich, Helmuth Weidemeyer und Gerlinde Sachs mit dem Plakat zum Festakt der Städtepartnerschaft.

Ein Vierteljahrhundert liegt die erste Begegnung und die Besiegelung zurück. Das Band der Freundschaft, es hat gehalten, sich stabilisiert. Darauf sind die Mitglieder des Partnerschaftsvereins zu Recht stolz. „Etwas anzufangen ist einfach, etwas am Leben zu erhalten, viel Arbeit“, sagt einer der Wegbereiter und langjährige Vorsitzende Helmuth Weidemeyer. Das Konzept fasst er zusammen: „Menschen zusammen bringen.“

Gut erinnere er sich an die erste Begegnung. Mit zwei Bussen sei man aus dem Knüll nach Longpont gefahren, „und die Menschen schauten sich an, als kämen die einen vom Mars und die anderen vom Mond“. Er habe es in seiner Aufgabe als Lenker und Lehrer stets so gesehen, dass Begegnung dann gelungen sei, wenn „ich überflüssig bin“. Und das ist tatsächlich gelungen.

Aus den Gästen sind Freunde geworden. Es ist wie ein großes Familientreffen, wenn man sich wieder sieht“, beschreibt Bürgermeister Klemens Olbrich die Atmosphäre. „Die Städtepartnerschaft war ein wichtiger Impuls“, ist Weidemeyer überzeugt.

Für Olbrich ist Weidemeyer „der Motivator und Netzwerker“: „Er hat den Bildungsauftrag länderübergreifend gesehen.“ Es gebe den Fachbegriff der interkulturellen Kompetenz, erläutert der Pädagoge: „Aber wirklich lernen kann man die nur in einem anderen Land.“ Neben jungen Leuten und Familien habe sich das Band der Freundschaft auch zwischen Vereinen gefestigt: Man tauschte Chöre und Musikkapellen aus, erzählen die Organisatoren.

Wurde vor nunmehr 25 Jahren besiegelt: Die Städtepartnerschaft zwischen Neukirchen und Longpont-sur-Orge. Unser Bild zeigt die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde im Jahr 1991 in Neukirchen.

Auch die Verwaltungen schickten einander Praktikanten. Die Partnerschaft habe aus manchen Familien Freunde fürs Leben werden lassen. Dass Begegnungen gelingen, dafür sorgt die „neue Generation“ im Verein. Hierzu gehören der Vorsitzende Stefan Lotz und Geschäftsführerin Gerlinde Sachs. „Wir wollen Junge für die Partnerschaft begeistern. Dazu braucht es immer wieder neue Ideen. Aktuell neu ist eine Internetseite“, erzählt Sachs.

Als Schwierigkeit spricht Weidemeyer die Finanzierung an: Geld aus Brüssel gebe es seit 15 Jahren nicht mehr. Für den zuletzt gestellten Förderantrag habe man sechs Wochen Zeit investiert, um dann zu erfahren, dass man sechs Punkte zu wenig erzielt habe und leer ausgehe.

Die Gäste aus Longpont sind eingetroffen. Die Partnerschaft soll am Samstag, 18 Uhr, in einem Festakt im Atrium der Steinwaldschule bekräftigt werden. 

Quelle: HNA

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