Gute Aussichten: Guxhagen kann Haushalt ausgleichen

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Gute Perspektive: Oberhalb von Guxhagen blickt man übers Kloster Breitenau hinweg bis nach Edermünde. Links das Warenumschlagszentrum von Lidl, rechts das Ratio.

Guxhagen. Das war eine echte Überraschung in der Parlamentssitzung am Donnerstagabend: Das Defizit im Haushalt der Gemeinde Guxhagen verschwand – quasi von einer Minute zur anderen.

Die „lang erwartete Zahlung“ eines Gewerbebetriebes, wie es 1. Beigeordneter Gerhard Kakalick formulierte, sorgte für Aufatmen unter den Parlamentariern und ein dickes Plus in der Gemeindekasse.

Wie hoch die Summe war, die da Guxhagen derart aus den roten Zahlen katapultierte, wollte Kakalick allerdings nicht sagen. Er verwies aufs Steuergeheimnis, sagte aber, dass der Betrag höher sei als der Fehlbetrag im Ergebnishaushalt. Der belief sich auf 142.000 Euro.

Dieses Defizit war bereits Ende März von der Kommunalaufsicht beanstandet worden. Sie hatte die Gemeinde aufgefordert, ein Haushaltssicherungskonzept vorzulegen – mit konkreten Vorgaben, wie sie den Fehlbetrag auszugleichen gedenke. Das ist nun ganz und gar überflüssig. Denn jetzt, nach Eingang des Geldes, verwandelt sich das Defizit in einen Überschuss.

Großes Aufatmen

„Bei den Mitgliedern der Ausschüsse löste diese Nachricht einen sehr zufriedenen Gesichtsausdruck aus“, beschrieb Büroleiter Frank Jakob die Reaktion vieler Gemeindevertreter. Die Zahlung war erst am Tag der Gemeindevertretersitzung eingegangen, so dass die Parlamentarier vor deren Beginn noch beraten mussten, ob sie aufs Aufstellen eines neuen Konsolidierungskonzeptes verzichten wollten. Das wollten sie. Der Beschluss erging einstimmig.

Die Kommunalaufsicht hatte die Gemeinde kritisiert, dass sie zwar hohe Überschüsse bei der Gewerbesteuer prognostiziert, aber keine konkreten Daten vorgelegt habe, dass die auch tatsächlich erwirtschaftet werden können.

Die Gemeinde war bei der Gewerbesteuer von der Marge von 1,4 Millionen Euro ausgegangen. Jetzt aber könne die Gemeinde klare Messdaten vorlegen, dass diese Summe sogar noch überschritten werde, betonte Jakob. Das sei auch damit begründet, dass die Gemeinde kürzlich die Steuer für Spielapparate erhöht habe, womit Mehreinnahmen fließen würden.

Die neuen Zahlen solle in den Nachtragshaushalt eingearbeitet werden, den die Gemeinde im Herbst erstellt, die Kommunalaufsicht habe bereits Zustimmung signalisiert, hieß es am Donnerstag.

Quelle: HNA

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