Jahreshauptversammlung der Homberger Kernstadtwehr lieferte viele Fakten

Sie sind immer im Einsatz

Erfolgreiche Homberger Wettkampfgruppe: von links Lars Röse, Marcel Wilke, Peter Lenhardt, Timo Henkel, Aysel Özdemir, Daniela Siemon, Christina Kreuzer, Thomas Streitmatter, Florian Weber, Jan Sandmüller, Arthur Kreuzer und Martin Höhl. Foto:  Ehl-von Unwerth

Homberg. Das Motto „Menschen helfen Menschen“ ist ihr oberstes Gebot: Die Homberger Feuerwehrleute waren im vorigen Jahr statistisch gesehen jeden zweiten Tag im Einsatz. 175 Mal rückten sie aus: zu 73 Bränden, 84 technischen Hilfeleistungen und 18 Fehlalarmen. Diese Bilanz zog Wehrführer Dirk Vogel in der Jahreshauptversammlung im Feuerwehr-Stützpunkt.

Beachtliche 7574 Arbeitsstunden absolvierten die Ehrenamtler 2010. Dabei schlagen jeweils 2000 Stunden für Einsätze sowie für Versammlungen und Sitzungen zu Buche.

Viele Fortbildungen

Deutlich mehr Zeit jedoch forderten Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen den Brandschützern ab. Besondere Anforderungen wurden dabei an die Träger von Atemschutzgeräten sowie Chemikalienschutzanzügen gestellt, sagte Vogel.

Als weitere herausragende Fortbildungen nannte er eine Fahrerschulung für Einsatzfahrzeuge, die Rettung von Personen aus Fahrstühlen zusammen mit dem THW sowie eine Kooperation mit der Kripo Homberg zum Thema Brandursachenermittlung.

Höhepunkt des vergangenen Jahres war der Tag der offenen Tür mit neuem Besucherrekord. Erfolge erzielte zudem die Wettkampfgruppe auf Stadt-, Kreis- und Bezirksebene. Neben Berichten über Feuerwehr-Museum und Jugendwehr sowie Ehren- und Altersabteilungen war die Ausrüstung der Wehr ein Diskussionsthema.

Den größten Kostenfaktor für die Ausstattung der Wehr stellte die neue Drehleiter dar. Sie wird aus der Stadtkasse finanziert. Bürgermeister Martin Wagner ließ keinen Zweifel daran, dass 2011 ein leistungsfähiger Einsatzleitwagen für den Stadtbrandinspektor angeschafft werden müsse; nicht zuletzt wegen der geforderten Staubetreuung auf der A 7. Um welchen Fahrzeugtyp es sich dabei handelt, wird in der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Homberger Wehren am Samstag, 12. März, bekannt gegeben. Für Kritiker solch kostenintensiver Investitionen machte Kreisbrandinspektor Werner Bähr aus Felsberg eine Gegenrechnung auf: Allein durch ihre unentgeltliche Einsatzbereitschaft rund um die Uhr spare die Homberger Wehr der Stadt jährlich Personalkosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro. WEITERE ARTIKEL

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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