Kindergarten in Rengshausen wird neu gebaut – Plätze für Kinder unter drei Jahren

Da sind sich alle einig

Ziehen im nächsten Jahr um: Die Villa Kunterbunt soll ab dem nächsten Kindergartenjahr mit der Kirche einen neuen Träger haben. Dann können auch Kinder unter drei Jahren aufgenommen werden. Katja Bott und Steffi Sommerlade mit Lili Eck, Valentin Sommerlade, Nils Bott und Lilly Eck. Foto: Thiery

Rengshausen. Beim Kindergarten Villa Kunterbunt in Rengshausen stehen im nächsten Jahr viele Veränderungen an. Der Verein wird die Trägerschaft an die Kirche abgeben und die Kinder werden in ein neues Gebäude umziehen. Das Gemeindehaus an der Kirche wird dafür großflächig erweitert. Die Gemeinde Knüllwald wird den Umbau tragen und will dies so schnell wie möglich in Angriff nehmen. Das beschlossen die Parlamentarier in ihrer Sitzung am Mittwoch in Remsfeld einstimmig.

Damit muss die Gemeinde die hohen Kosten stemmen. Bisher hat der Elternverein den Kindergarten nahezu allein betrieben. Die Gemeinde stellte das Haus und gab jährlich 30 000 Euro dazu. Das ist so nun nicht mehr machbar. „Es ist für die Eltern nicht weiter zumutbar die Aufgaben allein zu schultern“, sagte Bürgermeister Jörg Müller in der Sitzung am Mittwoch. Hintergrund sei unter anderem, dass im Haus Kinder unter drei Jahren nicht betreut werden können, der Bedarf nach diesen Plätzen aber steigt.

Das neue Konzept sieht eine Leitung durch die evangelische Kirche vor, die Gemeinde wird dabei wahrscheinlich einen Beirat oder ein Kuratorium bilden, sagte Müller. Die Betriebskosten bleiben zum großen Teil an der Gemeinde hängen. Die Kirche wird sich mit 13 Prozent daran beteiligen, den Rest wird Knüllwald tragen müssen, darunter fallen auch die Personalkosten.

1,3 Mio. Baukosten

Kernpunkt ist zunächst der Bau des Kindergartens. Er ist mit 1,3 Millionen Euro veranschlagt, worin der Kaufpreis für das Grundstück noch nicht enthalten ist. 60 Kinder sollen dort betreut werden, darunter sind auch zehn Krippenplätze geplant. Das Land wird voraussichtlich 330 000 Euro für die Schaffung von Plätzen für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren übernehmen, der Antrag ist jedoch noch nicht bewilligt. 130 000 Euro könnte die Landeskirche für den Bau übernehmen. „Wir verhandeln gerade darüber“, erläuterte Müller. „Das ist eine harte Situation in diesen schwierigen Zeiten“, sagte er. Aber die Gemeinde habe eine Verpflichtung und jahrzehntelang das Glück gehabt durch die Initiative der Eltern viel Geld zu sparen.

Der Umzug ist zum Kindergartenjahr 2012/13 geplant. Allein Werner Knierim (CDU) merkte an, dass die Förderung vom Land noch nicht bewilligt sei. „Was ist, wenn wir das Geld nicht bekommen?“, fragte er. Für die Gemeinde stehe auch dann fest, dass dies eines der wichtigsten Konzepte für Knüllwalds Zukunft sei und sie auch dann die Kosten übernehmen wird, sagte Helmut Wettlaufer (SPD).

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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